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Eltern-Kind-Zentrum für Flüchtlinge

Betreuung in der Brandenburger Rolandkaserne Eltern-Kind-Zentrum für Flüchtlinge

In der Flüchtlingsunterkunft der früheren Rolandkaserne in Brandenburg soll ein Eltern-Kind-Zentrum entstehen. Das kündigte Sozialbeigeordneter Wolfgang Erlebach im jüngsten Jugendhilfeausschuss an. Dort sollen sich Pädagogen und Eltern bei der Betreuung der Kinder auch abwechseln.

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Betreuung für Flüchtlingskinder in den Unterkünften selbst bieten bereits auch andere Kommunen wie hier im niedersächsischen Bad Fallingbostel an.

Quelle: dpa

Brandenburg/H. In der Flüchtlingsunterkunft der früheren Rolandkasrne in der Upstallestraße soll ein Eltern-Kind-Zentrum entstehen. Eine Prüfung dieser Art kündigte jetzt Sozialbeigeordneter Wolfgang Erlebach ( Die Linke) im jüngsten Jugendhilfeausschuss an. Das Eltern-Kind-Zentrum solle detern ermöglichen, „das Kinderbetreuungssystem in Deutschland kennenzulernen, das sie noch gar nicht kennen“, sagte Erlebach.

Nach Angaben von Kerstin Schöbe, Fachbereichsleiterin für Jugend, Soziales und Gesundheit, „stellen insbesondere syrische Familien sofort einen Antrag auf einen Kitaplatz.“ Wenn sie in Brandenburg angekommen seien, hätten sie ebenso wie deutsche Familien sofort einen Rechtsanspruch auf Kindertagesbetreuung. Wie Brandenburger Familien auch warteten sie in der Regel drei Monate, bis ein solcher Platz zur Verfügung gestellt werden könne. Derzeit besuchen nach Angaben des Jugendamtes 83 Jungen und Mädchen mit Migrationshintergrund Kindergärten und weitere 67 Kinder einen Hort.

Schwerpunktkitas für Flüchtlingskinder sind nicht geplant

Verteilt werden sie Kinder aus Flüchtlingsfamilien auf Einrichtungen, in denen Plätze frei werden. „Wir wollen keine Schwerpunktkitas“, sagte Schöbe.

Adelheid van Lessen, Mitglied im Jugendhilfeausschuss und Direktorin des Brandenburger Amtsgerichtes, plädierte dafür, Familien so schnell es geht anders unterzubringen als in der früheren Rolandkaserne. 600 Flüchtlinge, die dort zusammen untergebracht seien, könne zu einem Problem für Familien werden. Erlebach sagte, „Familien sollen so schnell es geht in Wohnungen untergebracht werden“. Die Familien allesamt Hohenstücken unterzubringen, sei nicht das Ziel. „Da wir uns aber wie für Hartz IV-Familien im unteren Wohnungssegment bewegen müssen, ist das ein Dilemma.“ Van Lessen konterte: „So sind sie in der Kaserne gegenüber von Hohenstücken, auch nicht besser.“ Die Kaserne sei zu abgelegen für Familien, insbesondere von den Verkehrswegen her. Michael Reith (SPD) empfahl eine bessere Anbindung an den Busverkehr.

Stadt hofft vor allem auf Kleinfamilien aus den Krisengebieten

Derzeit leben 1000 Menschen aus Krisengebieten in Brandenburg. 179 von ihnen sind in Wohngemeinschaften und 120 in Wohnungen untergebracht. Das Jugendamt betreut 37 minderjährige Flüchtlinge, die ohne Angehörige in Brandenburg ankamen. 2016 rechnet die Stadt mit weiteren 750 Flüchtlingen. „Wir wünschen uns von den Zuweisungen vor allem Kleinfamilien“, so Erlebach.

Von Marion von Imhoff

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