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Brandenburg/Havel Stoppschild für Eltern-Taxis
Lokales Brandenburg/Havel Stoppschild für Eltern-Taxis
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15:59 09.10.2018
Schüler Leander und Eva Rosenfeld (beide 9) Ronja Krause (10) mit OB Steffen Scheller, Schulleiterin Christina Bauch, Sebastian Hennig und Peter Reck (von rechts). Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Es erinnert schon ein wenig an Autocorso auf dem Rummel, wenn man von oben das Gewusel der Eltern-Taxis vor dem Eingang zur Sprengel-Grundschule beobachtet. Genau das hat Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) am Dienstagmorgen getan. Und wenn die Reporter von Antenne Brandenburg nicht schon vorher alles verraten hätten, wären es noch mehr gewesen, die sich beim Vor- und Wegfahren aneinander vorbeidrängeln –und zwischendurch laufen die Schulkinder, die zu Fuß oder mit dem Rad kommen.

Scheller hat ein Versprechen eingelöst, dass er erst am 26. September vor den Stadtverordneten abgegeben hatte, nachdem eine Schülerabordnung in der Einwohnerfragestunde um einen „Kiss & Ride-Platz“ gebeten hatte, an dem die Kinder gefahrlos abgesetzt werden können. „Wir haben 350 Kinder an der Schule, davon haben gerade einmal 60 ein Nahverkehrsticket. Viele Kinder werden aber gebracht, weil die Familien bis aus der Bergstraße oder aus Brielow kommen“, erzählt Schulleiterin Christina Bauch. Manche Eltern würden den Verkehr zusätzlich aufhalten, weil sie bei kälterem Wetter mit den Kindern bis 7.25 Uhr im warmen Auto sitzen bleiben oder weil sie den Schülern den Ranzen bis vor die Eingangstür tragen.

Jeden Morgen das gleiche Bild. Die Autos der Eltern, die ihre Kinder zur Sprengelschule bringen, behindern sich gegenseitig und vorallem die Kinder auf ihrem Schulweg. Quelle: Rüdiger Böhme

„Das Thema Eltern-Taxi ist Gesprächsstoff in jeder Elternversammlung und Schulkonferenz, bisher hat es wenig Wirkung gezeigt.“ Christina Bauch will jetzt über die Kinder an die Eltern ran. „Sie können ja auch sagen, ihr müsst mich nicht bis vor die Schule bringen. Wie sieht denn das aus, wenigstens das letzte Stück kann ich laufen.“

Die Verwaltung will genau dieses letzte Stück sicherer für die Kinder machen. Elternparkplätze zum Bringen werden vor den beiden Kitas auf der gegenüberliegenden Seite der Sprengelstraße angeordnet. Über ein paar Treppenstufen gelangen die Kinder zum Fußgängerüberweg. Der wird technisch aufgerüstet: Die Schilder dafür werden beleuchtet und an Bogenmasten über die Straße gehängt, Strahler erleuchten zudem den Zebrastreifen. Hier hatte es vor Jahren zwei Unfälle gegeben, sagt Sebastian Hennig von der Verkehrsbehörde. 2011 ist ein Radfahrer nach einer Vollbremsung gestürzt, weil er ein unvermittelt auf den

Wie der Weg zur Sprengelschule sicherer werden soll, schauten sich Schülervertreter gemeinsam mit ihrer Schulleiterin, dem Oberbürgermeister und zuständigen Mitarbeitern der Stadt an. Quelle: Rüdiger Böhme

Schutzstreifen laufendes Kind in der Dunkelheit nicht gesehen hat. 2013 wurde ein Kind verletzt, weil von einem Autofahrer auch zu spät gesehen worden war. Zudem wird an der Sprengelstraße für die „abwärts“ aus Richtung Robert-Koch-Straße kommenden Autofahrer ein Dialog-Display mit Geschwindigkeitsmessung und Smiley aufgestellt. „Die knapp 3000 Euro sind uns die Kinder wert“, sagt Heike Beckmann von den Stadtwerken, die das Display sponsern. Dann ,müssen die Eltern nicht in die kleine Stich- und Spielstraße vor der Schule einfahren. Auch hier hat Hennig mal blitzen lassen: Obwohl Maximaltempo 7 vorgeschrieben ist und der Blitzer erst ab 20 Stundenkilometern auslöste, wurden Eltern wie Lehrer „fotografiert“.

Auch die Stadt engagiert sich: So ein Aufrüsten und Ausleuchten eines Fußgängerüberweges schlägt jeweils mit etwa 12.000 Euro zu Buche, sagt Tiefbauchef Peter Reck. Zwei weitere Überwege werden demnächst ebenfalls verbessert_ Am Grillendamm zwischen Domparkplatz und Sporthallen sowie in Göttin an der Buswendeschleife.

Von André Wirsing

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