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Brandenburg/Havel Elternsorgen: Sind Termine noch zu retten?
Lokales Brandenburg/Havel Elternsorgen: Sind Termine noch zu retten?
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15:16 26.04.2018
Der Neubau der Kita in der Bauhofstraße soll im Oktober fertig und betriebsbereit sein, Bauherrin ist die städtische Wohnungsgesellschaft Wobra. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

Eltern im Stadtteil Hohenstücken sorgen sich, ob Ausbau und Sanierung der alten Kindertagesstätte in der Sophien-/Reuscherstraße pünktlich fertig wird und die Einrichtung planmäßig im Oktober in Betrieb geht. Sie haben deshalb dem CDU-Stadtverordneten Georg Riethmüller ihre Bedenken mitgeteilt. „Ihnen hat zu denken gegeben, dass auf ihre Nachfragen im Jugendamt ihnen kein verbindlicher Eröffnungstermin genannt werden konnte.“

Monatlicher Bericht an SVV

Riethmüller nahm das zum Anlass, um offiziell in der Stadtverordnetenversammlung die Verwaltungsspitze zu fragen und eine Forderung aufzumachen. „Es ist doch ganz einfach, mit den jeweiligen Bauherren Kontakt zu halten und monatlich abzufragen, wie der Bauablauf funktioniert und ob es Zeitverzug gibt. Diese Information hätten wir auch gern zu jeder Stadtverordnetenversammlung.“ Die angestrebten Eröffnungstermine stünden schließlich auch in dem im März beschlossenen Kita-Bedarfsplan fürs laufende Jahr (siehe Infobox).

630 neue Plätze für die Kinderbetreuung

Noch in diesem Jahr gehen vier zusätzliche Kindertagesstätten mit insgesamt 630 Plätzen in Krippe, Kndergarten und Hort in Betrieb.

Kammgarnspinnerei (Neuendorfer Straße), Träger ist der Landesausschuss für Innere Mission Lafim. Es gibt 30 Krippen- und 50 Kindergartenplätze plus 40 Hortplätze. Inbetriebnahme im Juli.

Sophienstraße, Träger wird noch gesucht. 80 Krippen- und 100 Kindergartenplätze. Inbetriebnahme im Oktober.

Bauhofstraße, Träger wird noch gesucht. 35 Krippen- und 35 Kindergartenplätze, 130 Hortplätze. Inbetriebnahme im Oktober.

Hausmannstraße, Kita Perlentaucher, Träger ist LSB Sportservice. 60 Krippen- und 70 Kindergartenplätze, Inbetriebnahme im November.

Damit hatte er die Verwaltung aufgeschreckt, ein konkretes Versprechen wollte weder Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) noch der Sozialbeigeordnete Wolfgang Erlebach (Die Linke) abgeben. „Wir haben keine Rückmeldungen, dass es auf den Baustellen irgendwelchen Verzug gebe“, sagt Erlebach.

Zwei Betreiber werden noch gesucht

Doch dann kamen die Einschränkungen: „In der Bauhofstraße und in der Sophienstraße haben wir noch keine Betreiber, weil die Ausschreibungen noch laufen“, sagt Scheller. Wenn die Träger feststünden, müsse die Verwaltung mit ihnen schnell darüber verhandeln, wann sie starten könnten. Schließlich müssten Personal rekrutiert und die Kitas eingerichtet werden. „Das soll jetzt aber kein Aufweichen der Termine sein.“

Erlebach ergänzt: „Die Träger werden auch nicht vom ersten Tag an Volllast fahren, also mit voller Platzkapazität. Das müssen sie sachte aufbauen.“ Verwaltungssprecher Jan Penkawa sagt auf MAZ-Nachfrage: „So eine Einrichtung startet dann mit einem Drittel oder mit der Hälfte der Platzkapazität, alle paar Wochen kommen dann neue Plätze hinzu.“

Bei den im Kita-Bedarfsplan angegebenen Eröffnungsmonaten handelt es sich ohnehin schon um aktualisierte Termine, das wird beispielsweise bei der Bauhofstraße auch freimütig zugegeben. Auch in der Hausmannstraße und in der Sophienstraße gibt es Verzögerungen. Und in der Kammgarnspinnerei sollte einst im März 2016 eröffnet werden, dann gab es einen Eigentümerwechsel und verschiedene neue Termine. Eigentlich sollte die Kita schon seit mehr als drei Wochen in Betrieb sein, nun wird es eben der Juli. So jedenfalls der letzte bekannte Stand.

Eine Million Euro Entlastung für Eltern

Eine gute Nachricht gibt es auch für viele Eltern, die bereits ihre Mädchen und Jugen in den Kindereinrichtungen betreuen lassen: Die Stadtverordneten haben am Mittwochabend die neue Kita-Beitragssatzung beschlossen, die für die Eltern eine Gesamtentlastung von mehr als eine Million Euro mit sich bringt, weil viele Eltern künftig weniger zahlen.

Auch diese positive Entwicklung könne dazu führen, dass mehr Eltern ihre Kinder in Einrichtungen anmelden, mutmaßt Riethmüller. „Das wiederum würde den Platzbedarf noch einmal vergrößern.“ Das sehe die Verwaltung anders, dafür gebe es keine Anzeichen, bescheidet Erlebach.

Von André Wirsing

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