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Emotionaler Stress ist hochgefährlich fürs Herz

Herzwoche in Brandenburg an der Havel Emotionaler Stress ist hochgefährlich fürs Herz

Weil die Katze nicht mehr vom Baum herunter kam und die Feuerwehr gerufen werden musste, erlitt ihr Frauchen eine akute gefährliche Herzschwäche und musste längere Zeit ins Brandenburger Klinikum. „Ihr Herz stand unter Stress“, erklärt der Chefkardiologe zum Auftakt der Herzwoche – und erklärt, was es mit dem Taku-Tsubo-Syndrom auf sich hat.

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Weil die Katze hilflos auf dem Baum saß, erlitt eine Brandenburger Patientin eine akute Herzschwäche

Quelle: Julian Stähle

Brandenburg/H. Weil das eigene Kätzchen nicht mehr vom Baum herunter kam und die Feuerwehr gerufen werden musste, erlitt die Katzenbesitzerin eine akute gefährliche Herzschwäche und musste längere Zeit im Brandenburger Klinikum behandelt werden. „Ihr Herz stand unter Stress“, erklärt Chefkardiologe Oliver Ritter zum Auftakt der diesjährigen Herzwoche.

„Herz unter Stress“ lautet das Thema der Herzwoche in diesem Jahr. Gestresste Herzen gibt es in vielfältigen Ausprägungen. Ein relativ neues, erstmals in Japan erkanntes Krankheitsbild ist die Tako-Tsubo-Kardiomyopathie. Tako Tsubo heißt zu deutsch Tintenfischfalle. Denn ein emotional gestresstes Herz sieht aus wie in einer solchen Falle gefangen. Ursache der Stressbelastung kann ein gerade gestorbener naher Angehöriger oder der Jobverlust sein. Aber auch „nur“ die große Aufregung wegen der Katze auf dem Baum. Stresshormone wie Cortison und Adrenalin sind dann im Blut erhöht, der Kalziumhaushalt in den Herzmuskelzellen gerät in Unordnung, der Herzmuskel pumpt nicht mehr so, wie es sein sollte, erklärt Chefarzt Ritter. Die akute Herzschwäche kann zu lebensbedrohlichen Rhythmusstörungen und Pumpversagen führen, wie im geschilderten Fall der Katzenhalterin aus Lehnin.

Oberarzt Nikos Pagonas wird im Rahmen der Herzwoche über diesen emotional ausgelösten Stress, der zum Taku-Tsubo-Herz führen kann, berichten. Die Klinik von Professor Ritter lädt am Mittwoch, den 16. November ab 18 Uhr zu einem Vortragsabend ein, der erstmals im Gesundheitszentrum am Hauptbahnhof stattfinden wird und sich an medizinische Laien richtet. Zu zwei weiteren wichtigen Leiden, die das Herz unter Stress setzen, werden an diesem Abend die Oberärzte Matthias Rückert und Eva-Elina Buschmann allgemeinverständlich referieren. Ihre Themen sind Herzrhythmusstörungen, und Herzklappenfehler.

Drei Tage zuvor, am 13. November von 14 bis 16 Uhr, lädt Chefkardiologe Ritter zum Tag der offenen Tür. Die Herzspezialisten stellen im Haus 2 des Klinikums in der Hochstraße ihre Untersuchungs- und Behandlungsmethoden vor. Besucher haben die Chance, mit den Fachärzten ins Gespräch zu kommen.

Die erwähnte Katzenbesitzerin hat sich übrigens ohne Spätfolgen gut erholt. Sie wurde eine Woche lang auf der Station behandelt und medikamentös eingestellt.

Von Jürgen Lauterbach

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