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Brandenburg/Havel Emstaler mit Faible für DDR-Technik
Lokales Brandenburg/Havel Emstaler mit Faible für DDR-Technik
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00:18 22.09.2015
Olaf Haseloff hat ein Herz für DDR-Fahrzeuge.  Quelle: fOTO. Claudia Nack
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Emstal

 Fuhrunternehmer Olaf Haseloff aus Emstal hat ein Faible für DDR-Technik. „Weil die Fahrzeuge nicht mehr nachkommen und ich sie vor dem Verschrotten retten will“, sagt der 57-Jährige, der die Sammelleidenschaft mit Sohn Ronny (36) teilt. Seit der Wende kommt Stück für Stück dazu. Rund 20 Oldies hat allein Haseloff senior inzwischen, die verteilt auf seinem Firmengelände stehen. Die Hälfte sei wieder in Schuss, fahrbereit und zugelassen.

Vor Kurzem hat sich das alte Emstaler Feuerwehrauto dazugesellt, das Ronny Haseloff von der Gemeinde Kloster Lehnin erwarb, die es ausgeschrieben hatte. Das reparaturanfällige Löschfahrzeug LF 8, das 47 Jahre auf dem Buckel hat, war ausgemustert und im vorigen Jahr durch einen jüngeren gebrauchten Ford-Transit ersetzt worden. „Wir wollten den Magirus Deutz im Ort behalten, denn er hat ein Stück Geschichte geschrieben“, erklärt Haseloff. „Er springt nicht an und an den Bremsen muss was gemacht werden.“

Der gelernte Baumaschinist will die Fahrzeuge nicht aufmotzen, sondern im Originalzustand für spätere Generationen erhalten. „Um zu zeigen, was zu DDR-Zeiten gebaut und wo mit ihnen gearbeitet wurde“, sagt er. „Wenn ich den Motor starte, das typische Geräusch höre und mit einem Wagen wieder fahre, geht mein Herz auf“, versucht Haseloff die Faszination zu erklären. Ab und zu, wenn er Zeit hat, startet der Emstaler zu Ausfahrten rund um den Kirchturm und fährt zu Oldtimertreffen im Umkreis wie nach Cammer, Schenkenberg oder Grebs. Seine erste Errungenschaft war ein IFA S 4000. „Den habe ich 1989 mit Freigabeschein vom Maschinenbauhandel Teltow für 5000 Ostmark erstanden“, erzählt Haseloff. „Ursprünglich stammte das 50 Jahre alte Fahrzeug von der Defa in Potsdam, die damals eine Kampfgruppe hatte.“ Eigentlich wollte Haseloff, der seinerzeit nicht nur Baustoffe und Hilfspakete beförderte, sondern auch Obst und Gemüse von Sammelstellen abholte, mit dem S 4000 arbeiten. Doch dann kam die Wende und er kam nicht mehr als Obstfahrzeug zum Einsatz.

Sein Lieblingsstück ist ein IFA H 6. „Davon gibt es nicht mehr viele“, sagt Haseloff. „Außerdem ist er zu DDR-Zeiten bei uns im Betrieb gefahren.“ Das verbindet. Der blaue Laster, Baujahr 1955, hatte original 150 PS unter der Haube. Inzwischen ist ein anderer Motor drin, der von einem Mähhäcksler stammt und es auf 190 Pferdestärken bringt. „Damals musste man eben findig sein.“ 1980 hatte Haseloffs Vater den H 6 vom VEB Kraftverkehr gekauft und damit Hohlblocksteine aus Kranepuhl transportiert. „Ein paar Jahre später haben wir ihn veräußert, weil wir auf Skoda und Jelcz umstellten“, erzählt Olaf Haseloff, der seit 1979 im Familienbetrieb ist und ihn seit 1986 als Inhaber weiterführt. Vor 13 Jahren kaufte er den H 6 von einem Thüringer Fuhrunternehmer wieder zurück.

Eines der wenigen Geschenke ist ein ADK 63 aus den 60ern. „Dieser Autodrehkran war früher beim Autobahnkombinat Potsdam im Brückenbau eingesetzt und sollte verschrottet werden“, erzählt Haseloff. Der Emstaler hat ihm dieses Schicksal erspart.

Von Claudia Nack

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