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Ende der Kurzzeitpflege in der Bergstraße

St. Marienkrankenhaus Ende der Kurzzeitpflege in der Bergstraße

Das St. Marienkrankenhaus schafft sein Angebot einer Kurzzeitpflege mit Hotelstandard nach gut sieben Jahren wieder ab. Der Grund: Die Einnahmen reichen nicht für einen wirtschaftlichen Betrieb. Brandenburger Bürger mit pflegebedürftigen Angehörigen stehen vor einem Problem: Wohin im Zweifel mit Großmutter oder Großvater?

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Die Kurzzeitpflege löste für Angehörige viele Probleme.

Brandenburg/H. Das St. Marienkrankenhaus schafft sein Angebot einer Kurzzeitpflege mit Hotelstandard nach gut sieben Jahren wieder ab. Der Grund: Die Einnahmen reichen nicht für einen wirtschaftlichen Betrieb. Für Brandenburger Bürger mit pflegebedürftigen Angehörigen stehen vor einem großen Problem: Wohin mit der Großmuttter?

Am vergangenen Sonntag erhielt Jörg Frauböse „komplett überraschend“ die Hiobsbotschaft. Als er seine 91 Jahre alte Schwiegermutter Erika Krebs nach Hause abholte, teilten die Krankienschwestern, die er seit sechs Jahren kennt und schätzt, dass es im nächsten Jahr keine Kurzzeitpflegeplätze mehr in der Bergstraße geben wird und das Haus keine Termine mehr vergibt. Dabei wollte die Familie in den Herbstferien im Oktober verreisen und die alte Dame in dieser Zeit wieder einmal den freundlichen Schwestern anvertrauen.

„Wir wissen nicht, was wir jetzt machen sollen“, gesteht der Brandenburger. Warum das Angebot aufgegeben wird, versteht er nicht. Eine Begründung habe er nicht erfahren. Nach seinem Eindruck war das Haus gut belegt, herrschte eine gute Stimmung und wusste man als Familie die Schwiegermutter in guten Händen.

Wenn es eine volle Belegung gegeben hätte, müsste die Kurzzeitpflege nicht geschlossen werden, “, sagt Beate Olschuk, stellvertretende Verwaltungsleiterin des Marienkrankenhauses. Die Schließung sei eine rein wirtschaftlich begründete Trägerentscheidung der Caritas Krankenhilfe Berlin.

Die Belegung der 14 Kurzzeitpflege reiche nicht aus, die sehr kleine Einheit dauerhaft mit Fachpersonal zu besetzen. Die Verwaltungs-Vizechefin: „Wir finden es auch sehr schade und haben uns die Entscheidung wirklich nicht leicht gemacht.“,

Doch wenn das Geld am Ende nicht stimmt, könne der Träger nicht einfach darüber hinwegsehen. Beate Olschuk hat mitbekommen, dass die Stammgäste und ihre Angehörigen traurig über die Schließung sind. Doch sei diese Entscheidung endgültig.

Die neun in der Kurzzeitpflege beschäftigten Frauen und ihr männlicher Kollege hätten das Angebot erhalten, künftig auf den Krankenstationen zu arbeiten. Die Klinikleitung ist derzeit zuversichtlich, dass die bewährten Kräfte bleiben werden.

Was mit den Räumen der Kurzzeitpflege geschehen wird, ist noch offen. Die obere Etage könnte für Büros genutzt werden, in der unteren Etage wäre Platz für eine Arztpraxis. Aber spruchreif ist noch nichts.

Von Jürgen Lauterbach

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