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Endlich wieder Leben im Rundbau

Gästehaus für 45 externe Lehrlinge Endlich wieder Leben im Rundbau

Der Rundbau des ehemaligen Stahlwerks wird Lehrlingsinternat. Am Mittwoch hat das Berufsförderungswerk des Bauindustrieverbandes Berlin-Brandenburg den in gut einem Jahr umgestalteten Zirkelbau aus dem Jahr 1930 öffentlich vorgestellt.

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Auszubildende des Landesamts für Straßenwesen vor dem Gästehaus der Bauwirtschaft.

Quelle: J. Steiner

Brandenburg an der Havel. Die ersten Auszubildenden sollen im September in das neue Gästehaus der Bauwirtschaft einziehen. Gut zwei Millionen Euro wurden in den Umbau und die Modernisierung investiert – 40 Prozent davon bestreitet das Berufsförderungswerk aus Eigenmitteln.

Die Grundsubstanz des denkmalgeschützten Bauwerks von 1930 bestehe noch heute, sagte zur Eröffnung Frank Buckram, der Geschäftsführer des Berufsförderungswerkes. Der Rundbau diente ursprünglich dem Walzwerk, das Stahlfabrikant Rudolf Weber 1914 in Brandenburg aufgebaut hatte, als repräsentatives Büro- und Verwaltungsgebäude.

Anfang März 2012 hatte das Berufsförderungswerk das seit langem leer stehende und zunehmend verfallende halbrunde Gebäude für 110.000 Euro bei einer Zwangsversteigerung in Potsdam erworben. Der Bildungsträger ist auf dem ehemaligen Stahlwerksgelände seit den neunziger Jahren mit seinem Überbetrieblichen Ausbildungszentrum (ÜAZ) aktiv. 2008 wurde neben dem Rundbau das erste Lehrlingswohnheim als Neubau errichtet. Zu den dort vorhandenen 55 Betten kommen nun 45 weitere hinzu.

Roter Stahl – Strandparty

Neben dem Rundbau betreibt das Berufsförderungswerk sein Überbetriebliches Ausbildungszentrum (ÜAZ) mit 400 Lehrlingen im Jahr. Regelmäßig sind 180 bis 200 junge Leute an Ort und Stelle, von denen etwa die Hälfte ein Bett im Gästehaus benötigt.
Der rund 1300 Quadratmeter große Zirkelbau stand leer, seit das Industriemuseum im Jahr 2000 ausgezogen war. 2006 hatte es der Vorbesitzer, die vier Jahre später pleite gegangene Callcenterfirma „TKP Marketing & Sales“, für eine Mitarbeiter-Strandparty genutzt.
Zu DDR-Zeiten befanden sich auf der einen Seite des Stahlwerkgebäudes Garderoben und Duschen, auf der anderen ein Buchladen. Außerdem hatten dort die Betriebszeitung Roter Stahl und die Gewerkschaft ihren Sitz.

Auswärtige Lehrlinge der Bauwirtschaft übernachten während ihrer überbetrieblichen Ausbildung in den Zwei-Bett-Zimmer-Appartements. Auch ein behindertengerechtes Zimmer steht zur Verfügung. „Wir haben künftig eine Kapazität von hundert Betten, im Wochendurchschnitt benötigen wir 85 Schlafplätze“, berichtet ÜAZ-Leiter Martin Brack. Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) freute sich, dass mit dem zusätzlichen Gästehaus auch die Unterbringung von Sportlern bei Großereignissen leichter wird.

Eigentlich sollten die ersten Lehrlinge ihr Internat bereits im vergangenen Jahr beziehen, wie Geschäftsführer Buckram am Mittwoch deutlich machte. Doch die Auflagen der Landesumweltbehörde an den Schallschutz seien „nicht nachvollziehbar“ hoch gewesen, so dass sich die Bauzeit um ein halbes Jahr verzögerte. Dabei ging es nicht um die ohnehin spärliche Nachbarschaft des ÜAZ und lärmende junge Leute. Geschützt werden soll der Schlaf der Bewohner vor einer wie auch immer geartete Lärmbelastung von außen.

Der Lärmschutz erhöhte die Kosten laut Buckram um 100.000 Euro. Denn das ÜAZ muss seine Auszubildenden derzeit auswärts in Hotels und Pensionen unterbringen.

Von Jürgen Lauterbach

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