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Entlassene Pädagogin bekommt 34.000 Euro

Umstrukturierung im Altenheim Entlassene Pädagogin bekommt 34.000 Euro

Weil ein Brandenburger Altenheim seine Leitungsebene umstrukturiert, fallen bestimmte Positionen fort. Betroffen ist davon eine langjährig beschäftigte Heilpädagogin. Vor dem Arbeitsgericht wehrt sie sich gegen ihre Degradierung. Beiden Seiten einigen sich auf eine Beendigung des Arbeitsverhältnisse. Dafür erhält die Mitarbeiterin 34.000 Euro Abfindung.

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Einigung vor dem Arbeitsgericht: Jobverlust gegen 34 000 Euro Abfindung.

Quelle: dpa

Brandenburg/H. Weil ein Brandenburger Altenheim seine Leitungsebene umstrukturiert, fallen bestimmte Positionen fort. Betroffen ist davon eine langjährig beschäftigte Heilpädagogin. Vor dem Arbeitsgericht wehrt sie sich gegen ihre Degradierung. Beiden Seiten einigen sich auf eine Beendigung des Arbeitsverhältnisse. Dafür erhält die Mitarbeiterin 34 000 Euro Abfindung.

Elke M. ist seit 24 Jahren im Unternehmen beschäftigt. Für ihren Arbeitgeber hat die Heilpädagogin die Wohngruppe für demenzkranke Menschen mit ambulanter Pflege in dem Seniorenzentrum mit aufgebaut. Doch nach der Fusion von zwei Heimen und der damit einhergehenden Umstrukturierung wird die Position der Wohngruppenleiterin nicht mehr benötigt.

Der Geschäftsführer spricht von „einem besondere Luxus, den wir uns geleistet haben“ mit drei oder sogar vier Leitungsebenen. Das Ende dieses Luxus bedeutet für Elke M., dass ihre Aufgabe entfällt beziehungsweise mit von der Pflegedienstleitung übernommen wird.

Die Änderungskündigung sieht vor, die Arbeitszeit von 40 auf 35 Stunden zu reduzieren und sie als Pflegefachkraft auf der Station weiterbeschäftigt wird. Dagegen weht sich die Heilpädagogin. „Gestern war ich noch Häuptling, jetzt bin ich Indianer“, bringt die Rechtsanwalt Thomas Becker die Enttäuschung der klagenden Mitarbeiterin auf den Punkt.

Seine Mandantin finde keine Erklärung dafür, wie es gehen soll, dass die Pflegedienstleitung ihren Vollzeitjob künftig miterledigt. Sie vermutet, dass ein Teil ihrer Arbeit dann gar nicht mehr gemacht wird. Das Änderungsangebot sei unzumutbar, als Altenpflegefachkraft besitze sie nicht die Qualifikationen.

Beide Seiten sind an einer gütlichen Einigung interessiert. Die finanziellen Vorstellungen liegen auseinander. Doch beide folgen dem Kompromissvorschlag von Richterin Sonja Müller-Land in der Güteverhandlung, der die Trennung vorsieht. Elke M. ist noch bis zum Arbeitsende fünf Monate lang von der Arbeit freigestellt, erhält aber solange noch ihr Gehalt und außerdem 34 000 Euro Abfindung.

Von Jürgen Lauterbach

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