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Erfolgreiches Konzept gegen Graffiti

Kampf gegen Nazi-Schmierereien Erfolgreiches Konzept gegen Graffiti

Es ist sauberer in der Stadt und es gibt weniger Graffiti im öffentlichen Raum. Brandenburg an der Havel hatte viele Jahre lang ein riesiges Graffiti-Problem. Dieses konnte nun durch das Freigeben offizieller Sprayer-Flächen und durch ein Konzept der permanenten Kontrolle und des Notfalltelefons eingedämmt werden.

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Mühseliges Geschäft – beinahe jeden Tag.

Quelle: konrad radon

Brandenburg an der Havel. Es ist sauberer in der Stadt und es gibt weniger Graffiti im öffentlichen Raum. Das von Ordnungsamtsmitarbeiter Christian Berbig geschriebene Konzept zum Umgang mit den illegalen Schmierereien trägt erste Früchte. Auch, weil es die Brandenburger Dienstleistungen GmbH konsequent umsetzt.

Am Montagabend hat der Hauptausschuss in nichtöffentlicher Sitzung erneut der BDL den Zuschlag für die Jahre 2016/17 erteilt. Das Unternehmen hatte sich unter vier Bewerbern mit einem Angebot über rund 131 000 Euro durchgesetzt, der Zweitplatzierte wollte 6000 Euro mehr, die Letztplatzierten hatten Angebote um die Viertelmillion abgegeben.

Ständige Rufbereitschaft

Zum Auftragsumfang gehhören das permanente Kontrollieren von Bauwerken wie Jahrtausend-, Luckenberger-, Bauchschmerzen-, Näthewinde- und Homeyenbrücke sowie sechs weiterer Brücken mindestens einmal täglich zwischen Anfang April und Ende Oktober. Es ist eine ständige Rufbereitschaft eingerichtet, so dass die BDL innerhalb einer Stunde reagieren kann, wenn beispielsweise verfassungsfeindliche Symbole und Parolen entdeckt werden.

„Im Jahr 2014 haben wir bei unseren normalen Streifen auf rund 2800 Quadratmetern Schmierereien und Aufkleber beseitigt, auf weiteren 1350 Quadratmetern nach solchen Sonderaufträgen“, sagt BDL-Geschäftsführer Holger Ulbricht. Sein Team fertigt zudem Fotodokumentationen, damit die Stadt Anzeige bei der Polizei erstatten kann. Für die Stadtwerke und die Wobra beispielsweise bereitet die BDL gar die Anzeigen unterschriftsreif vor. Weitere 700 Quadratmeter an städtischen Bauwerken wurden mit einem so genannten Opferschutz versehen.

180.000 Euro für Graffiti-Bekämpfung

Für dieses Jahr gibt es noch keine abschließenden Zahlen. Ulbricht schätzt aber, dass der Umfang um mindestens 50 Prozent höher als im Vorjahr lag, weil wegen der Buga auch noch der Zentrumsring, Große und Kleine Gartenstraße sowie das Bahnhofsumfeld permanent kontrolliert wurden.

Hinzu kommen immer noch „besondere Anlässe“ wie Stadtfeste oder Kranzniederlegungen, die nicht durch solcherart Schmierereien gestört oder beeinträchtigt werden sollen.

Christian Berbig hat in seinem Etat zur Graffiti-Bekämpfung insgesamt 180.000 Euro zur Verfügung. Je nach „Kontostand“ kann er zusätzliche Aufträge auslösen – für besagten flächendeckenden Opferschutz (Schutzschicht auf Wachsbasis, der bis zu zwei Jahre hält und mit etwaigen Graffiti problemlos abgetragen werden kann). Zudem könnte er auch permanente Schutzschichten beauftragen, diese funktionieren aber nicht auf allen Untergründen. Solche Beschichtungen wurden seit 2012 nicht mehr geordert.

SPD-Stadtverordneter Norbert Langerwisch hat die Vergaben im Hauptausschuss begleitet: „Es sieht besser aus in der Stadt. Es ist aber noch nicht ausreichend geglückt, private Hausbesitzer zu überzeugen, ebenso konsequent zu handeln.“

Von André Wirsing

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