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Erlebnishof Kützkow fährt zur Grünen Woche

Beruf und Berufung Erlebnishof Kützkow fährt zur Grünen Woche

Jan Lange ist mit seinem Erlebnishof Kützkow einer von 89 Brandenburger Ausstellern auf der Grünen Woche Anfang Januar in Berlin. Er hält mehr als 50 afrikanische Strauße, seit zehn Jahren ist das sein großes Hobby und inzwischen ist es auch zu einem Geschäftszweig neben seinem Restaurant „Zum Nussbaum“ geworden.

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Jan Lange und seine Mutter Erna mit ihren Straußen.

Quelle: Martin Paul

Kützkow. Anfang 2016 ist es wieder soweit: Unzählige landwirtschaftliche Hersteller und Vermarkter aus aller Welt präsentieren sich und ihre Erzeugnisse vom 15. bis zum 24. Januar auf der Grünen Woche in den Messehallen unter dem Funkturm in Berlin- nun zum 81. Mal.

Mehrere Geschäftszweige

Einer, der schon seit mehreren Jahren die Messe besucht, ist Jan Lange. Sein Erlebnishof, den er als Familienunternehmen mit Lebensgefährtin Evelyn Czinczoll führt, besteht aus mehreren Geschäftszweigen, unter anderem das Restaurant „Zum Nussbaum“, Kanu- und Mobilheimvermietung, sein Hofladen und die Straußenzucht. Damit beschäftigt er sich schon seit etwa zehn Jahren, eher zufällig kam er dazu. „Man muss dafür ein bisschen verrückt sein“, gibt er zu. „Ich wollte mir etwas zulegen, was man nachhaltig in der Gastronomie verwenden kann und ein gutes zweites Standbein ist.“

Keine Massentierhaltung

Mit Hilfe eines Schlachters und eines weiterverarbeitenden Fleischers produziert er neun verschiedene Wurstsorten aus Straußenfleisch: Dreierlei Leberpasteten, Jagdwurst, Hackepeter, Leberwurst, Salami und Straußensülze – all das wird auf der Grünen Woche zu sehen und zu erwerben sein. „Strauß ist das Fleisch des 21. Jahrhunderts und hat nichts mit Massentierhaltung zu tun“, sagt Lange.

Passt gerade so in eine HandEin Straußenei

Passt gerade so in eine Hand:Ein Straußenei.

Quelle: Martin Paul

„Ich lehne Massenabfertigung total ab und möchte den Tieren etwas Gutes geben, sehen, wie sie aufwachsen. So kann ich das alles mit gutem Gewissen tun.“ Seine Tiere stammen von verschiedenen Farmen aus ganz Europa, deren dunkelrotes Fleisch nur etwa ein Prozent Fett habe. „Es ist eine Mischung zwischen sehr gutem Rindfleisch und Wild“, erklärt Lange. Vor allem den Cholesterinwert treibe es nicht nach oben.

Straußensteak ist beliebt

In seiner Gaststätte, in der das Fleisch auch als Roulade oder Goulasch verarbeitet wird, ist der Strauß sehr beliebt. Über die Weihnachtsfeiertage gibt es keine freien Tische mehr. „Etwa 50 Prozent der Leute wollen Straußensteak. Das hätte ich so auch nie gedacht“, erzählt der 46-Jährige.

Zucht von Zwergzebus

Auf seinem Hof können mehr als 50 Strauße beobachtet werden – von den Kücken bis zu großen Tieren. Auch eine Straußenführung kann gebucht werden. Während der Brandenburger Landpartie hat er sogar oft mehr als 1000 Interessierte auf seinem Hof. Seit fünf Jahren züchtet Jan Lange auch Zwergzebus, im Januar soll das erste Tier davon geschlachtet werden. „Es ist von der Art her wie ein Kobe-Rind. Es wächst sehr langsam auf.“

Von Melanie Höhn

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