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Ernennung des Amtsdirektors verschoben

Brück Ernennung des Amtsdirektors verschoben

Die erneute Ernennung von Christian Großmann zum Amtsdirektor ist verschoben worden. Der amtierende Vorsitzende des Amtsausschusses, Ulf Dingelstaedt, will einen Formfehler bei der Einladung zur jüngsten Sitzung des Gremiums erkannt haben. Nun soll juristischer Rat eingeholt werden.

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Amtsdirektor Christian Großmann (r. ) und Abgordneter Ulf Dingelstaedt gratulierten Ines Gerdessen zur Bestätigung als Schiedsfrau

Quelle: Andreas Koska

Brück. Die ursprünglich für Montagabend geplante Ernennung von Christian Großmann als Amtsdirektor ist verschoben worden und wird sich wohl noch hinziehen. Der amtierende Vorsitzende des Amtsausschusses Ulf Dingelstaedt – er vertrat den erkrankten Brücker Bürgermeister Karl-Heinz Borgmann – ist überzeugt, einen formellen Fehler erkannt zu haben.

Die Tagesordnung für die Sitzung war nämlich wie üblich zwischen ihm und dem Hauptverwaltungsbeamten, also Amtsdirektor Christian Großmann, abgestimmt worden. Das hätte er nicht machen dürfen. „Das verstößt gegen das Mitwirkungsverbot. Deshalb ziehe ich diesen Punkt von der Tagesordnung zurück“, bestimmte Ulf Dingelstaedt, der ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Planebruch ist, letztlich.

Renate Krüger und Marion Urban protestieren

Der Protest von Renate Krüger und Marion Urban aus Borkwalde, die meinten, es müsse über die Veränderung der Tagesordnung abgestimmt werden, ließ ihn unbeeindruckt.

Der vom unterlegenen Kandidaten Marko Köhler eingelegte Widerspruch gegen die Wahl vor drei Wochen selbst, wurde hinter verschlossenen Türen behandelt. Als Grund für die Beschwerde wurde der seinerzeit in der Einwohnerfragestunde von der Personalratsvorsitzenden Ines Lahn verlesene Brief genannt, der wohl als unberechtigter Versuch der Einflussnahme gewertet wird.

Marko Köhler diskutiert mit den Angestellten

Während die Abgeordneten über eine halbe Stunde über die Zulässigkeit dessen debattierten, stellte sich Marko Köhler auf den Fluren der Verwaltung der Kritik der anwesenden Angestellten. Sie betonten nochmals, dass sie in dem Brief vor allem die Arbeit des Amtsdirektors in den vergangenen 16 Jahren gewürdigt haben und kein offensives Petitum für Großmann abgegeben hätten.

Als die Öffentlichkeit wieder an der Sitzung teilnehmen durfte, wurden ihre Erwartungen enttäuscht. Ulf Dingelstaedt setzte die Tagesordnung fort, ohne eine Erklärung oder gar Entscheidung mitzuteilen. Wie aus informierten Kreisen zu erfahren war, beabsichtigt das Gremium nun eine juristische Klärung herbeizuführen und die Konsequenzen der absehbaren rechtlichen Auseinandersetzung um die Wahl auszuloten.

Namentliche Abstimmung

Wie es heißt, hätte in einer namentlichen Abstimmung eigentlich die Mehrheit der 15 Abgeordneten sogar für eine Annahme des Widerspruchs von Marko Köhler und letztlich eine Neuwahl votiert. Der Beschluss sei jedoch zurückgenommen, weil die Abgeordneten befürchteten, für ein mögliches Fehlverhalten zur Kasse gebeten zu werden.

Ob und wann Christian Großmanns für die nächsten acht Jahre in das Amt des Brücker Verwaltungschefs eingeführt wird, scheint momentan fraglich. Fest steht allerdings: Die aktuelle Dienstzeit endet am 3. September.

Von Andreas Koska

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