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Erntestart mit Tomaten und Gurken

Gemüsezeit in Fohrde Erntestart mit Tomaten und Gurken

Am Ortsrand von Fohrde wird noch berufsmäßig gegärtnert. Frank Weigelt betreibt in der August-Bebel-Straße einen Ein-Mann-Betrieb mit Hofladen. Der Sommer ist vor allem Gemüsezeit. Jetzt sind Tomaten, Gurken und Kohlrabi an der Reihe.

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Frank Weigelt in einem Gewächshaus voller Tomatenpflanzen.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Fohrde. Erdbeeren wachsen nicht mehr nach, dafür sind die ersten Tomaten rot. 700 Pflanzen der frühen und festeren Sorte „Pannovy“ stehen bei Frank Weigelt (59) unter Glas. Den zu erwartenden Ertrag schätzt der Inhaber des Gartenbaubetriebes in der August-Bebel-Straße auf etwa 30 Zentner. Verkauft werden die auf heimischer Komposterde wachsenden Tomaten fast ausschließlich im Hofladen, wo auch Bohnen, Zwiebeln, Gurken, Kohlrabi und Paprika auf die Waage kommen. „Die Pflanzsaison ist längst durch. Der Sommer ist Gemüsezeit“, sagt der Gartenbauingenieur, der sich 1990 mit der Auflösung der LPG-Gärtnerei selbstständig gemacht hat.

Weigelt gärtnert am Fohrder Dorfrand als Ein-Mann-Betrieb. Baut an, was er schafft und die Leute ihm abkaufen. Das kann an einem Tag viel und anderen Tagen gar nichts sein. Seine Kunden sind bei ihm sicher Produkte aus der Region zu erwerben. Was der Chef nicht selbst anbaut, wird aus dem Raum Werder zugekauft. Wie die Beet- und Balkonblumen im Frühjahr. „Die eigene Produktion von Zierpflanzen lohnt sich nicht mehr. Das wäre alleine auch nicht zu schaffen“, sagt Weigelt.

Der Fohrder ist Herr über eine grüne Oase, die ihre intensive Bewirtschaftung längst hinter sich hat. Die in die Jahre gekommenen Gewächshäuser stammen aus DDR-Zeiten als Stadt und Land hungrig nach Vitaminen war. Das Heizhaus ist längst stillgelegt. Der Schornstein von 1972 macht immer noch einen soliden Eindruck. Teile der Aufbauten sind jedoch viel älter. Schon die Brandenburger Industriellenfamilie Reichstein versorgte die Küche ihres benachbarten Sommersitzes (Villa Fohrde) mit selbst angebautem Gemüse aus einem heute noch existierenden Gewächshaus, dass einen Durchgang zum ehemaligen Gesindehaus besaß.

Weigelt ist Pächter des Geländes, auf dem er zu LPG-Zeiten als Abteilungsleiter für rund 20 Beschäftigte verantwortlich war. Bekannt war Fohrde damals für die tausendfache Produktion von Stiefmütterchen, mit denen unter anderem die Grünanlagen der Stadt Brandenburg geschmückt wurden. Nach der Wende betrieb Weigelt mehrere Geschäfte und hatte einige Mitarbeiter. Das ist längst vorbei. Heute kann selbst der Inhaber von der Gärtnerei allein nicht leben. So übernimmt Weigelt Dienstleistungen für Dritte, die vom Heckenschnitt bis zur Balkonbepflanzung reichen.

Eine kleine Obstplantage rundet den Gartenbaubetrieb ab. Alte deutsche Apfelsorten haben es Weigelt angetan. So reifen bei ihm Kaiser Wilhelm, Hasenkopf und der Dülmener Rosenapfel heran. Ein paar Himbeeren und Brombeeren kommen noch dazu. Alles keine großen Mengen. Aber soviel, um etwas Abwechslung in den Hofladen zu bringen. Dort machen sich inzwischen neben den Tomaten die Salatgurken breit. Auch die kleineren Exemplare zum Einlegen hat Weigelt angebaut. Vormittags ist er in der Regel immer in der Gärtnerei oder im Hofladen anzutreffen. Zu anderen Zeiten besser vorher anrufen (0162 6765413).

Von Frank Bürstenbinder

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