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Erster Schultag hat geschmeckt

Küche in Pritzerbe modernisiert Erster Schultag hat geschmeckt

In Pritzerbe war der erste Schultag lecker. Die komplett modernisierte Küche hat nach einer Einarbeitungsphase in den Ferien ihren Betrieb aufgenommen. Alle 162 Grundschüler nehmen täglich eine warme Mahlzeit ein.

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Das erste Schulessen aus der komplett modernisierten Pritzerber Küche.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Pritzerbe. Der erste Teller ging an Ben Sanches Martinez (11). Seine Nudelsuppe löffelte der Fünftklässler mit Genuss: „Schön, dass in der Schule wieder gekocht wird.“ Martin Dröscher (10) hob beim Essen kurz die Hand: „Fünf Sterne – wie immer.“ Auch Maik Freidank (11) schmeckte es. Vor dem Apfelmus mit Vanillesauce holten sich die drei Klassenkameraden ihren Nachschlag ab.

An die 500 Portionen

Träger der drei Grundschulen Pritzerbe, Radewege und Roskow ist das Amt Beetzsee. Für die Modernisierung der Pritzerber Schulküche hat sich der Amtsausschuss zur Aufnahme eines Kredites entschlossen. Das Gremium besteht aus Kommunalpolitikern aller amtsangehöriger Gemeinden.

Das Amt Beetzsee beschäftigt in der Schulküche drei Mitarbeiterinnen. In der Schulzeit werden an die 500 Portionen Mittagessen gekocht. Die hohe Zahl ergibt sich aus der Belieferung der Kitas in Fohrde, Brielow und Radewege sowie der Grundschule in Radewege.

Am ersten Schultag gab es in Pritzerbe keine Spur von Wehmut, weil die Ferien vorbei sind. Die komplett sanierte Schulküche war Thema Nummer eins in den höheren Klassen. Kein Wunder, von den 162 Mädchen und Jungen der Goethe-Grundschule gibt es kein Kind, das nicht am Schulessen teilnimmt. Darunter sind die rund 30 Erstklässler, die am Montag zum ersten Mal den Gang in den ebenfalls renovierten und mit neuen Stühlen ausgestatteten Speisesaal antraten.

Der Speisesaal wurde renoviert

Der Speisesaal wurde renoviert.

Quelle: Volkmar Maloszyk

In Pritzerbe wurde immer selbst gekocht. Dabei ist es nach der Wende geblieben. Die Kommunalpolitiker wollen keinen anonymen Lieferanten, sondern frisches Essen für die Schüler, das noch wie Zuhause gekocht wird. Dafür sorgen Liane Schmidt, Monika Regin und Helene Schmidt. Das Küchentrio hat mit der rund 500 000 Euro teuren Modernisierung beste Arbeitsbedingungen vom Amt Beetzsee als Träger der Schule bekommen.

Der aus den 1980-er Jahren stammende Flachbau war entkernt und neu gefliest worden. Überall blitzt Edelstahl. Die Essenausgabe hat mehr Platz erhalten, was allerdings die Kapazität des Speisesaals etwas verringert hat. Als zusätzliche Geräte wurden unter anderem ein Heißluftdämpfer und ein Großkühlschrank angeschafft. Rohrschlangen unter der Decke weisen auf die neue Be- und Entlüftungsanlage hin. Eine im Keller installierte Wärmerückgewinnungsanlage hilft Energie zu sparen. Die Außenfassade hat eine Dämmung und eine neue Dacheindeckung erhalten.

Blick in den Speisesaal mit Essenausgabe

Blick in den Speisesaal mit Essenausgabe.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Während der fast sechsmonatigen Bauzeit war das Schulessen über einen Caterer aus Wusterwitz sichergestellt. Ihr Essen nahmen die Kinder in der Aula ein. „Ich bin froh, dass wir eine Baustelle weniger haben und zu unserem gewohnten Essenrhythmus zurückkehren können“, freute sich Schulleiterin Michaela Braatz. Sie lobte die gute Zusammenarbeit in der Zeit der provisorischen Verpflegung mit dem Küchenteam und der Bauverwaltung.

Der erste Schultag im renovierten Speisesaal

Der erste Schultag im renovierten Speisesaal.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Am Montag überzeugte sich Amtsdirektor Guido Müller vom funktionierenden Ablauf der Schülerspeisung. Er zeigte sich von der Nachhaltigkeit der Investition überzeugt: „Die moderne Küche erhöht einerseits die Attraktivität des Schulstandortes Pritzerbe. Andererseits sichern wir Arbeitsplätze vor Ort und stellen die Essenversorgung weiterer kommunaler Einrichtungen in eigener Verantwortung sicher.“

Wegen steigender Kinderzahlen werden in Pritzerbe mit dem Ende der Ferien täglich an die 500 Portionen Mittagessen gekocht. Beliefert werden die Kitas in Fohrde, Brielow, Radewege sowie die Grundschule Radewege. Für die Kinder beträgt der Essenpreis unverändert 1,53 Euro. Außerdem können sich betagte Bürger aus Pritzerbe dem Schulessen anschließen. Von dem Angebot machen derzeit zehn bis zwölf Personen Gebrauch. Als erster Rentner ließ sich am Montag Rolf Meyer (73) sein Kochgeschirr für daheim füllen: „Es schmeckt. Was will ich mehr?“

Von Frank Bürstenbinder

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