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Brandenburg/Havel Erstes Fachwerk am Renaissance-Bau freigelegt
Lokales Brandenburg/Havel Erstes Fachwerk am Renaissance-Bau freigelegt
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00:20 11.09.2017
Das Bauschild am Reckahner Renaissance-Bau und der Bauzaun, mehr zeugt noch nicht von dem künftigen Konferenzzentrum, das dort entstehen soll. Quelle: Marion von Imhoff
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Reckahn

Die Umwandlung des baufälligen Renaissance-Gebäudes am Reckahner Schloss in ein Gemeinde- und Kongresszentrum ist das größte Bauvorhaben derzeit in Kloster Lehnin. Doch noch immer ist kein Baubeginn am Reckahner Renaissance-Bau zu sehen. Die Zeit wird knapp, bis Ende nächsten Jahres muss die Millionen-Sanierung über die Bühne gegangen sein. So jedenfalls ist der Förderzeitrahmen. Abzulesen ist das auch am Bauschild der Gemeinde Kloster Lehnin ersichtlich: „Bauzeit 2016 bis 2018“ ist darauf notiert. Geplanter Baubeginn war vor knapp einem Vierteljahr. Fertiggestellt sein sollte das Gebäude spätestens am 31. August kommenden Jahres. Der Bund hat inzwischen signalisiert, die Förderfrist auf Antrag möglicherweise zu verlängern.

Ein wenig tut sich nun: Nach Angaben von Bürgermeister Uwe Brückner von der Gemeinde Kloster Lehnin ist der geplante Personenaufzug nun ausgeschrieben. Auch die Gewerke Rohbau und Gerüstbau stünden vor der Ausschreibung, so Brückner.

Noch im Juni gab er sich kämpferisch, sagte aber auch offen, „dass wir es nicht schaffen, will ich so zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, schwierig aber wird es, ja.“

Einige Quadratmeter Quelle: Marion von Imhoff

Für 2,5 Millionen Euro soll das im Kern rund 400 Jahre alte Bauwerk die Museums- und Kulturwelt Kloster Lehnins wesentlich bereichern. Auch bei der Präsentation vor wenigen Tagen zur touristischen Ausrichtung wurde das Projekt vom Tourismusverein Kloster Lehnin und der Gemeinde als küntiger Leuchtturm beworben. Es ginge nunmehr nicht mehr nur am Museumsstandort Reckahn um Kultur, sondern ebendann auch um wissenschaftliche Forschung.

Gefördert wird das Projekt mit 1,12  Millionen Euro vom Bundesbauministerium. 1,4 Millionen Euro, eine immense Summe für die Gemeinde Kloster Lehnin und die größte Investition im diesjährigen Haushalt, steckt die Kommune in das Jugend-, Kultur- , Gemeinde- und Konferenzzentrum, so sein offizieller Name.

Ein Blick ins Innere des altehrwürdigen und maroden Gebäudes am Reckahner Schloss. Quelle: Marion von Imhoff

An der Fassade ist mittlerweile auf einigen Quadratmetern das ursprüngliche Fachwerk freigelegt. Der grobe bräunliche Putz wurde dafür dort entfernt. Auch Bauschuttcontainer sind aufgestellt und ein Bauzaun gezogen. Bei einem Blick durch die Fenster wird dem Betrachter gewahr, was für ein immenser Kraftakt die Rettung dieses Bauwerk sein wird. Seit Jahrzehnten steht das Gebäude leer, blätternder Putz an den Innenwänden ist da noch das geringste Problem.

Völlig vom Tisch sind mittlerweile die Pläne, das Gebäude auch noch zu unterkellern. Die wesentliche Entstehungszeit geht auf das Jahr 1723 zurück. Anfangs hieß es, 80 Prozent des Mauerwerks wären nicht mehr zu retten.

Das frühere Herrenhaus stand im Eigentum der Wohnungsbaugesellschaft Ziesar. Die Stiftung „Der Kinderfreund“ kaufte das Gebäude und die Gemeinde fungiert nun als Bauherr mit anschließendem Mitnutzungsrecht.

Von Marion von Imhoff

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