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Brandenburg/Havel Erträge durchwachsen wie das Wetter
Lokales Brandenburg/Havel Erträge durchwachsen wie das Wetter
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20:37 01.09.2017
KBV-Chef Jens Schreinicke Quelle: Bür
Mittelmark

Noch stehen Mais und Sonnenblumen auf den Feldern. Zumindest von diesen Kulturen erhoffen sich die Bauern gute Erträge. Doch insgesamt wird 2017 eher als schlechtes Jahr für die mittelmärkische Landwirtschaft in die Geschichte eingehen. Darüber hat Fachbereichsleiter Hans-Georg Hurttig den Umweltausschuss des Kreistages informiert.

Vor allem der Roggen hat unter den widrigen Witterungsverhältnissen gelitten. Das fünfjährige Mittel bei den Erträgen in Höhe von 48,2 dt je Hektar wurde mit 32,2 dt bei weitem nicht erreicht. „Wir haben bei dieser Hauptanbauart erhebliche Ausfälle“, so Hurttig. Auch beim Raps gab es Verluste. Schwierig ist die Lage für Bauern mit Grünland in Niederungslagen. Wegen vernässter Bereiche musste die Heuernte zum Teil ausfallen. Insbesondere auf den Naturschutzflächen war nach Mitte Juni kein Technikeinsatz mehr möglich.

Insgesamt haben 72 Betriebe in Potsdam-Mittelmark Anträge auf teilweisen Schadensausgleich wegen der Extremwetterlagen gestellt. „Die Anträge werden an das Land weitergereicht, das über eine Bewilligung entscheidet“, sagte Hans-Georg Hurttig vom Fachbereich Landwirtschaft und Veterinärwesen. In der Regel müssen die Verluste 30 Prozent vom durchschnittlichen wirtschaftlichen Ertrag der vergangenen drei Jahre betragen, um eine Entschädigung zu erhalten.

Auch Jens Schreinicke, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Potsdam-Mittelmark (KBV) spricht von einer „angespannten Lage“ für die Landwirtschaft. Ein Klagelied möchte er nicht anstimmen. Potsdam-Mittelmark sei im Vergleich zu den Berufskollegen in den Kreisen Havelland und Oberhavel mit einem blauen Auge davon gekommen, so der KBV-Chef. Bei Gerste und Weizen seien die Erträge akzeptabel gewesen. Jetzt stehe der Mais sehr gut. „Wir Bauern müssen mit dem Wetter leben und umgehen können – vorausgesetzt die Rahmenbedingungen werden nicht immer schlechter“, sagte Schreinicke der MAZ. Umstritten ist zum Beispiel die neue Düngeverordnung, wonach die Herbstdüngung stark eingeschränkt ist. So darf auf den Stoppelfeldern keine Gülle ausgebracht werden. Die Betriebe müssen ihre Güllelager erweitern. Zu achten haben die Bauern auch auf Sperrfristen für Festmist, Kompost und feste Gärreste. Für jeden Schlag muss der Düngebedarf festgelegt und dokumentiert werden. Als Obergrenze gelten 170 Kilo Stickstoff je Hektar und Jahr.

Von Frank Bürstenbinder

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