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Brandenburg/Havel Es gibt auch kurze und erfrischende Reden
Lokales Brandenburg/Havel Es gibt auch kurze und erfrischende Reden
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17:49 18.05.2017
Wiedersehen, reden, Netzwerke pflegen, neue Kontakte knüpfen – das sind angenehme Nebeneffekte des städtischen Jahresempfangs. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

„Reden auf Vegetarierbanketten sind erfreulich kurz, weil man Angst hat, daß sonst das Essen verwelkt.“ Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) zitiert am Mittwochabend den Schauspieler Mario Adorf, um sich selbst darüber zu freuen, dass es ihr gelungen ist, die 800 Gäste des städtischen Jahresempfangs in kurzer Zeit zu begrüßen.

„Diese Angst ist heute hier bei unserem Sommerempfang unbegründet, denn erstens habe ich mich in diesem Jahr wirklich kurz gefasst. Und zweitens handelt es sich bei dem, was unsere Caterer für Sie zubereitet und aufgetischt haben, nicht um ein Büfett für Vegetarier – obwohl natürlich auch die kulinarischen Vorlieben dieser Gästegruppe selbstverständlich berücksichtigt wurden.“

Das mit der Kürze muss betont werden, wurden doch die Gäste in den vergangenen Jahren mit stundenlangen Vorträgen traktiert – am schlimmsten war es 2015 als gleich vier Redner das Pult okkupierten und es dazwischen ein paar verloren wirkende Auftritte der renommierten Band „Keimzeit“ geben hatte.

Diesmal waren die Ausgangsbedingungen hervorragend: Genügend Parkplätze für alle Gäste, Temperaturen um 26 Grad, ein laues Lüftchen überm Beetzsee und viel Platz auf dem Sattelplatz der Regattastrecke zum Flanieren, Reden, Schauen, Essen und Trinken.

Dietlind Tiemann hielt nicht nur eine kurze, sondern auch eine erfrischende Rede – abseits vom Streit um Kreisreform, vom kleinteiligen kommunalpolitischen Geplänkel. Vielmehr beschrieb sie den Bogen vom Reformationsjubiläum über die Sportstadt Brandenburg, zum Ehrenamt und zur guten Entwicklung der Stadt über Jahre. Stellvertretend für die Ehrenamtler würdigte sie die Organisatorin der Billard-Europameisterschaften und SG Stahl-Vorsitzende Helga Blawid zu deren 70. Geburtstag.

„Sie ist nur eine von den unzähligen Frauen und Männern, die auf unterschiedlichen Gebieten ehrenamtlich tätig sind. Ohne Sie würde es im Sport und in der Kultur, im Brandschutz und im Rettungswesen, im sozialen und karitativen Bereich, in der Kinder- und Jugendarbeit, bei der Seniorenbetreuung, in der Kommunalpolitik oder bei der Flüchtlingsarbeit kaum noch funktionieren.“

Fernsehmoderator Robert Lembke habe einmal gesagt, 90 Prozent des Schlussbeifalls seien Erleichterung. Diesmal war es Vorfreude auf ein schönes Fest.

Von André Wirsing

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