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Brandenburg/Havel Es gibt sie wieder, die Schulkrankenschwester
Lokales Brandenburg/Havel Es gibt sie wieder, die Schulkrankenschwester
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13:01 16.02.2017
Sebastian Hudi ist der einzige Mann unter den Gesundheitspflegefachkräften in Brandenburg. Quelle: Andreas König
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Brandenburg/H

In den Bundesländern Brandenburg und Hessen lebt etwas auf, was es vor hundert Jahren schon einmal gegeben hat, dann aber fast ganz verschwunden ist: die Schulkrankenschwester. Im gerade angelaufenen Modellprojekt kümmert sich eine von zehn „Gesundheitspflegefachkräften“ im Land um die Schüler der Nicolai- und der Gebrüder-Grimm-Schule.

„School Nurses“ (Schulkrankenschwestern) gibt es seit vielen Jahrzehnten vor allem in den skandinavischen und angloamerikanischen Ländern. Sie betreuen Kinder und Jugendlichen in allen gesundheitlichen Angelegenheiten. Bisher sind diese Gesundheitspflegekräfte fast nur in Privatschulen anzutreffen.

Mit Beginn des Schulhalbjahres haben neun Frauen und ein Mann (in Perleberg) in zwanzig Brandenburger Schulen ihren Dienst begonnen, die ein Projektträger beschäftigt. Eine von ihnen ist an den ersten beiden Wochentagen in der Nicolaischule und in der übrigen Wochen in der Gebrüder-Grimm-Schule, einer Grundschule in Hohenstücken.

Verletzt sich ein Kind beim Sport oder auf dem Schulhof, ist die Schwester gleich zur Stelle und kann es im Schulgebäude verarzten. Wird es einem Schüler schlecht, entscheidet sie, ob ein Arzt gerufen werden muss. Die Schwestern sollen also Wehwehchen behandeln, die Gesundheit der Schüler fördern und zudem solche Kinder und Jugendlichen unterstützen, die mit chronischen Krankheiten oder Behinderungen leben.

Die Brandenburger Gesundheitsfachkraft ist bereits examinierte Krankenschwester und wird nun zusätzlich zur Schulkrankenschwester ausgebildet. Nach Auskunft des Gesundheitsministeriums soll sie während der Schulzeit eine qualitativ hochwertige gesundheitsbezogene Versorgung gewährleisten.

Das Modellprojekt ist auf 18 Monate angelegt und wird bis Oktober 2018 vom Land, der AOK Nordost und der Unfallkasse finanziert.Fachlich begleitet wird die Arbeit vom Potsdamer Gesundheitsministerium und dem Bildungsministerium.

Geprüft werden soll, welchen Beitrag Schulgesundheitsfachkräfte zur Gesundheit und zum Bildungserfolg in öffentlichen Schulen im Land Brandenburg leisten können und wie eine tragfähige Struktur für einen möglichen Regelbetrieb aussehen kann.

Der Linken-Stadtverordnete René Kretzschmar lobt den „Praxistest“ vorab. „Immer wieder gibt es an Schulen Probleme, weil Kinder regelmäßig Medikamente brauchen oder akut gesundheitliche Probleme auftauchen“, weiß er zu berichten.

Für die eingestellten Krankenschwestern hat die Tätigkeit einen entscheidenden Vorteil. Sie sind in ihren Schulen in kein Drei-Schicht-Model wie im Krankenhaus eingebunden, sondern gehen einem Beruf mit familienfreundlicher Arbeitszeit nach.

Von Jürgen Lauterbach

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