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Brandenburg/Havel Es stinkt bestialisch: Finanzamt geschlossen
Lokales Brandenburg/Havel Es stinkt bestialisch: Finanzamt geschlossen
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18:27 18.12.2017
Das Finanzamt in Brandenburg/Havel wurde am Morgen geräumt, weil es drinnen bestialisch stinkt. Quelle: Metallbau Windeck
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Brandenburg/H

Weil bestialischer Gestank in das Finanzamt in Brandenburg/Havel eingedrungen ist, haben alle Mitarbeiter am Vormittag die Behörde bis aus weiteres geräumt. Um kurz vor 8 Uhr haben alle das Gebäude in der Magdeburger Straße verlassen. Woher der Gestank kommt, ist bisher unklar. Verletzt wurde niemand.

„Aufgrund einer massiven Geruchsbelästigung im Finanzamt Brandenburg an der Havel musste die Behörde am Montag vorsorglich schließen“, teilt Thomas Vieweg mit, Pressereferent im Ministerium der Finanzen des Landes Brandenburg. Vorsorglich habe Behördenvorsteherin Ilona Langer Vorsorglich sind alle Mitarbeiter nach Hause geschickt.

Die Finanzbehörde informierte am Morgen die Brandenburger Polizei über den Geruch, der als beißend beschrieben wird und offenbar kaum auszuhalten war. Nach derzeitigem Stand erkennt die Polizei keine Gefahr und keine Straftat. Sie hat daher keine Maßnahmen ergriffen und auch keine Ermittlungen eingeleitet.

Die Feuerwehr hat die Ursache des Gestanks bisher nicht ermittelt. Womöglich kommt eine Defekt an der technischen Anlage in Frage, die behinderten Menschen den Zugang ins Gebäude ermöglicht.

Der Verdacht hatte sich wegen des Fäkalgeruchs zwischenzeitlich gegen die Abwasserkanalisation gerichtet. Die städtische Abwassergesellschaft Brawag prüfte daher an Ort und Stelle einen denkbaren Zusammenhang.

Nach Auskunft von Brawag-Sprecherin Heike Beckmann drangen die üblen Gerüche vom Keller in die oberen Etagen des Behördengebäudes. Daraufhin überprüfte der Meisterbereich Abwasser die Schächte. Heike Beckmann: „Inzwischen können wir ausschließen, dass der beißende Geruch vom Kanalnetz stammt.“

Im Gebäude ist von den Finanzbeamten den ganzen Montag lang niemand mehr. Ob die Behörde auch am Dienstag geschlossen bleibt, ließ der Ministeriumssprecher wegen der unklaren Lage am Montag offen. Im Finanzamt in der Magdeburger Straße sind knapp 200 Menschen beschäftigt. 75 Prozent der Belegschaft ist weiblich.

Am Montagnachmittag fasst die Brandenburger Feuerwehr das Einsatzgeschehen zusammen. Demnach wurden die Einsatzkräfte um 7.57 Uhr in die Magdeburger Str. 46 gerufen. An der Einsatzstelle hätten die Feuerwehrleute im Inneren des Gebäudes einen unangenehmen Geruch wahrgenommen, teilt Einsatzleiter Daniel Wolf mit.

„Bei der weiteren Lageerkundung konnte ein Gasaustritt ausgeschlossen werden“, berichtet der Feuerwehrmann. Die weitere Suche nach möglichen Ursachen in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken und der Brawag seien bis auf weiteres erfolglos geblieben. Die Berufsfeuerwehr war mit zehn Kollegen und einem Rettungswagen im Einsatz.

Im Brandenburger Finanzamt sind knapp 200 Menschen beschäftigt. 75 Prozent der Belegschaft ist weiblich. Die Behörde ist zuständig für die steuerliche Veranlagung von mehr als 15 000 Betrieben in einem ziemlich großen Gebiet, das die Städte Brandenburg/H. und Bad Belzig samt umliegender Gemeinden umfasst sowie zusätzlich Werder und Schwielowsee. Mehr als 200 000 Steuerbürger werden in der Behörde veranlagt.

Von Jürgen Lauterbach

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