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Brandenburg/Havel Essbarer Park für Grüne Jugend
Lokales Brandenburg/Havel Essbarer Park für Grüne Jugend
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00:16 09.01.2018
Anna-Lena Neumann Quelle: André Wirsing
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Brandenburg/H

Der Hamburger Volkspark ist ein „essbarer Park“ – überall an den Wegrändern wachsen Kräuter, Gemüse und Früchte, die Spaziergänger können sich bedienen. Warum sollte das nicht auch am Havelufer zwischen Packhof und altem E-Werk möglich sein?

Anna-Lena Neumann und ihre Mitstreiter von der gerade vor wenigen Wochen gegründeten Grünen Jugend wollen sich für solche Projekte einsetzen.

Schon im Dezember haben die acht jungen Menschen für Furore auf dem Weihnachtsmarkt gesorgt: Unter der Überschrift „Klasse Tasse statt Bechermasse“ warben sie für ökologischere Glühwein-Behältnisse als die Wegwerfbecher. Die Gäste hätten durchweg positiv reagiert: „Sie sagten, endlich werden wir auch mal gefragt.“ Zum nächsten Weihnachtsmarkt wird es wenigstens kompostierbare Becher geben.

Anna-Lena Neumann ist 19 Jahre alt, hat ihr Abitur abgelegt, war auf Reisen in Griechenland, Bulgarien und auf Öko-Festivals, unter anderem beim „Rainbow Gathering“. „Mir ist nicht erst da bewusst geworden, dass unsere Umwelt etwas Heiliges ist und wir jungen Menschen auch noch eine ganze Weile hier leben wollen.“

Mit ihrer besten Freundin Zoi Müller habe sie häufig diskutiert über Umweltthemen, die anstehende Bundestagswahl verstärkte das politische Interesse. „Deshalb bin ich bei den Grünen eingetreten. Ich möchte etwas bewegen und nicht nur sagen, man könnte ja mal.“ Sie selbst will noch einmal zwei Monate nach Sansibar auf eine tropisch-ökologische Farm für Gewürze, bevor sie ein Studium zu Landschaftsnutzung und Naturschutz an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde aufnimmt.

Bis dahin will sie mit ihren Mitstreitern noch einiges auf die Beine stellen. Demnächst beteiligen sich die Nachwuchspolitiker an der Ideenschmiede der Grünen für den Packhof, am 15. Januar wollen sie dem Oberbürgermeisterkandidaten Jan van Lessen auf den Zahn fühlen, „ihn ein bisschen testen“. Am Vorabend der großen Demonstration am 20. Januar gegen Glyphosat und schlechte Tierhaltung in der Landwirtschaft unter dem Titel „Wir habe es satt“ wollen sie den Netflix-Film „Okja“ in der Grünen-Geschäftsstelle öffentlich zeigen.

Im Februar startet die Grüne Jugend eine Umfrage unter Gastronomen mit dem Ziel, dass diese sich der Foodsharing-Initiative von Annik Rauh mit der App „Too Good to Go“ anzuschließen. „Eine App mit nur einem Teilnehmer in der Stadt hat relativ wenig Wirkung.“

Zoi Müller bereitet gerade die Abitur-Partys des von-Saldern-Gymnasiums im Haus der Offiziere vor. Auch da sollen Umweltthemen eine Rolle spielen – an diesem Wochenende werden die Freundinnen ganz klassisch Giftmüllfässer und Menschenpuppen in kleinen Käfigen basteln – manchmal muss man Ideologie und Überzeugungen auch plakativ verkaufen.

Bei den älteren Grünen kommt der Nachwuchs gut an. Die Stadtverordnete Martina Marx ist ganz begeistert: „Sie haben in nur wenigen Wochen mehr auf die Beine gestellt als andere in einer Reihe von Jahren.“ So hätten sich die Mitglieder die neue Jugendorganisation auch gewünscht. „Jung, grün und stachelig“. Und noch ein bisschen weniger angepasst.

Von André Wirsing

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