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Brandenburg/Havel Evangelischer Kindergarten soll wachsen
Lokales Brandenburg/Havel Evangelischer Kindergarten soll wachsen
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13:38 02.03.2018
Die Evangelische Kita (r.) soll erweitert werden. In Betracht kommt dafür das leerstehende Nachbargebäude (l.). Quelle: Jacqueline Steiner
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Lehnin

Auf Bitten der Gemeinde Kloster Lehnin plant das Evangelische Diakonissenhaus Berlin-Teltow-Lehnin, seinen Kindergarten auf dem Klostergelände zu erweitern. Das bestätigte Alexander Schulz, Sprecher des Unternehmens. Hintergrund ist der Bedarfsanstieg nach Kindergärten-Plätzen in der Gemeinde. „Bei den Kita-Kapazitäten ist das Ende der Fahnenstange erreicht“, hatte Vize-Bürgermeister Berthold Satzky hatte bereits vor vier Wochen angekündigt.

Der Evangelische Kindergarten des Diakonissenhauses arbeitet bereits jetzt mit einer Ausnahmegenehmigung, um die 63 Jungen und Mädchen dort betreuen zu können. Die ursprünglich vom Landesjugendamt genehmigte Zahl der Plätze liegt bei 58. Tatsächlich arbeiten zahlreiche Kindergärten mit solch befristeten Ausnahmegenehmigungen, um der Anmeldungszahlen Herr zu werden und mehr Kinder aufnehmen zu können.

Die Evangelische Kita Lehnin mit seiner Spielfläche. Quelle: JACQUELINE STEINER

Wie Alexander Schulz sagt, geht es um zehn bis 15 weitere Plätze. Entstehen könnten diese in einem Nachbargebäude zur bisherigen Kita, direkt gegenüber der Sankt-Marien-Klosterkirche. Mit dieser Platzerweiterung würde der Druck auf die kommunalen Kitas der Gemeinde Kloster Lehnin etwas verringert. „Im Laufe des Jahres wird sich zeigen, ob die Erweiterung in dem Gebäude gelingt“, sagt Schulz.

Diakonissenhaus möchte historische Gebäude mit Leben füllen

Das Diakonissenhaus würde damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Zum einen würde die Einrichtung seine Kitakapazitäten erhöhen, zum anderen auch ein bisher leerstehendes Gebäude wieder mit Leben füllen. Das entspräche dem Credo von Diakonissenhaus-Vorstand Matthias Blume: „Erhalt der historischen Gebäude durch Nutzung“. Das ins Auge gefasste weitere Kita-Domizil war zuletzt ein Wohnhaus.

Alexander Schulz, Sprecher des Evangelischen Diakonissenhauses Berlin-Teltow-Lehnin. Quelle: Bernd Gartenschläger

Der Evangelische Kindergarten ist seit 2013 ausgelastet. Er ist bei den Eltern beliebt, es gibt nach Angaben von Leiterin Astrid Gerlach schon lange eine große Nachfrage nach Betreuungsplätzen. Fast wöchentlich erreichen den Kindergarten Nachfragen von Eltern. Auch derzeit gibt es nach Angaben des Diakonissenhauses keine freien Plätze. Der Kindergarten betreut Jungen und Mädchen zwischen 0 und sechs Jahren und ist täglich zwischen 6 Uhr und 16.30 Uhr geöffnet. Etwa 60 Prozent der Kinder kommen aus christlich geprägten Elternhäusern, Tendenz leicht steigend, so Leiterin Astrid Gerlach.

Über die Höhe der Finanzierungskosten für den Umbau des ins Auge gefassten Gebäudes könne er noch keine Angaben machen, sagte Schulz. „Ein Architekt ist jetzt mit einer Machbarkeitsuntersuchung beauftragt worden.“ Der Evangelische Kindergarten im früheren Falkonierhaus des einstigen Zisterzienserklosters kann auf eine lange Tradition zurückblicken. 1925 gründeten die Diakonissen dort die erste Betreuungsmöglichkeit für kleine Kinder. In einem Nebengebäude werden derzeit knapp 20 Krippenkinder umsorgt.

Dieter Paul förderte den ursprünglichen Stifts-Kindergarten

Einer der Förderer des Kindergartens war nach der Wende Dieter Paul, der frühere Vorsteher des Luise-Henrietten-Stifts, das später vom Diakonissenhaus übernommen worden ist. Für Paul war es wichtig, durch den Kindergarten „Frauen die Berufstätigkeit im Pflegeberuf zu erleichtern“. Später öffnete sich die Einrichtung für alle Kinder der Region.

Der Evangelische Kindergarten ist einer der wenigen in freier Trägerschaft in der Region um Brandenburg an der Havel. In der Stadt Brandenburg wiederum gibt es keinen kommunalen Kindergarten mehr, sondern nur noch solche von freien Trägern.

Von Marion von Imhoff

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