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Ex-Häftlinge für Michael-Gartenschläger-Straße

Brandenburg an der Havel Ex-Häftlinge für Michael-Gartenschläger-Straße

Ehemalige politische Häftlinge des Zuchthauses in Brandenburg/Havel möchten erreichen, dass die Magdeburger und die Plauer Landstraße auf dem Teilstück von der Haltestelle am Industriemuseum und Einmündung JVA Brandenburg in Michael-Gartenschläger-Allee umbenannt werden. Sie wollen sich zu diesem Zweck an die Brandenburger Stadtverordneten wenden.

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Ehemalige politische Gefangene der Brandenburger Haftanstalt möchten, dass an dieser Stelle die „Michael-Gartenschläger-Allee“ beginnt.

Quelle: privat

Brandenburg/H. Frühere politische Häftlinge des Zuchthauses in Brandenburg/Havel möchten erreichen, dass die Magdeburger und die Plauer Landstraße auf dem Teilstück zwischen der Haltestelle am Industriemuseum und Einmündung JVA Brandenburg in Michael-Gartenschläger-Allee umbenannt werden. Sie wollen sich zu diesem Zweck an die Stadtverordneten wenden.

Zum zweiten Mal traf sich am Wochenende die „Interessengemeinschaft ehemaliger politischer Brandenburger Häftlinge 1945-1989“ in der Stadt. Denn das Gefängnis auf dem Görden wurde von 1945 bis 1989 auch als Haftanstalt für politische Gefangene, von denen noch mehr als 5000 im Land Brandenburg leben.

Ein zentrales Anliegen der Interessengemeinschaft besteht darin, die Erinnerung an den von einem Stasi-Kommando an der innerdeutschen Grenze erschossenen DDR-Oppositionellen und Fluchthelfers Michael Gartenschläger (1944-1976) wachzuhalten, der aktuell im Mittelpunkt einer Ausstellung im Industriemuseum steht.

Wir wollen eine öffentliche Diskussion anregen und die Umbenennung in Michael-Gartenschläger-Allee offiziell bei den Stadtverordneten beantragen“, kündigt Michael Schulz an, der auch im Verband Opfer des Stalinismus engagiert ist. Beim ersten Treffen Ende Mai 2016 hatte er ein Denkmal für den „deutschen Patrioten“ gefordert, der für seine Überzeugung gestorben ist.

Am Wochenende enthüllten Schulz und seine Mitstreiter symbolisch ein selbst angefertigtes Straßenschild an der Haltestelle vor der Quenzbrücke. Sie möchten auch eine Forschungsarbeit über die politische Haft auf dem Görden zwischen 1945 und 1989 in Auftrag geben. Dabei soll auch die Haftzwangsarbeit von Insassen des Jugendwerkhofs Lehnin und der Brandenburger Haftanstalt berücksichtigt werden.

Von Jürgen Lauterbach

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