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Nabu will Gummigeschosse gegen Wölfe

Nach Wolfsangriff in Cammer Nabu will Gummigeschosse gegen Wölfe

Seit Mittwochmittag steht mit ziemlicher Sicherheit fest: Es war ein Wolf, der in Cammer (Potsdam-Mittelmark) ein Kälbchen gerissen hat. „Nach den Eindrücken vom Fundort spricht viel für einen Wolf als Verursacher“, sagt Thomas Frey, Sprecher des Landesamtes für Umwelt (LfU). Der Nabu rät nun, solche Wölfe mit Gummigeschossen zu verscheuchen.

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Quelle: dpa

Cammer. Seit Mittwochmittag steht mit ziemlicher Sicherheit fest: Es war ein Wolf, der in der Nacht zuvor in Cammer ein Kälbchen gerissen hat. „Nach den Eindrücken vom Fundort spricht viel für einen Wolf als Verursacher“, teilt Thomas Frey, Sprecher des Landesamtes für Umwelt (LfU), auf Anfrage mit. Der Wolfsbeauftragter beim LfU Kay-Uwe Hartleb hatte am Vormittag den Kadaver untersucht und gegenüber Landwirt Carsten Gädtke einen Wolfsvorfall bestätigt sowie eine Entschädigung zugesagt.

Am Morgen hatte Gädtke im Stall Blutspuren entdeckt, die ihn zum Kadaver führten. Der Wolf hatte das Kalb auf dem Stall geschleift und angefressen. Eher ungewöhnlich für eine Wolf: Er riss Fleisch aus der Keule, nicht aus dem Bauchbereich.

In diesem Stall sollte das Kälbchen geschützt sein

In diesem Stall sollte das Kälbchen geschützt sein.

Quelle: Koska

Nabu-Chef spricht von einer neuen Qualität

„Das ist es eine neue Qualität, die nicht geduldet werden kann“, sagte Christiane Schröder, Geschäftsführerin des Nabu-Landesverbandes Brandenburg, auf MAZ-Anfrage. Ihrer Ansicht nach kann da nur sogenannte Vergrämung helfen. Als eine Möglichkeit sieht es Schröder an, solche Wölfe mit Gummigeschossen zu beschießen und Isegrim auf diese Weise aus der Ecke zu verscheuchen.

Einer immer wieder geforderten Aufnahme des Wolfes ins Jagdgesetz widerspricht sie. Etliche Jäger fordern, dass sie durch Abschuss den Bestand ebenso in einem klar abgesteckten Rahmen können dürften, wie dies bei anderem Wild geschehe. Das hält Schröder nicht für nötig: „Durch Wildschweine gibt es wesentlich mehr Verletzungen und diese Tiere werden ja bejagt“, betont die Naturschützerin.

Von Andreas Koska

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