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Brandenburg/Havel Fahrerflucht-Opfer: Sohn (3) in Stadt-Obhut
Lokales Brandenburg/Havel Fahrerflucht-Opfer: Sohn (3) in Stadt-Obhut
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11:45 26.11.2015
Die Schäden an dem sichergestellten BMW lassen auf schlimme Verletzungen beim Unfallopfer schließen. Quelle: privat
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Brandenburg an der Havel

Er hat nicht nur die Gesundheit eines Fußgängers ruiniert, sondern das Glück einer jungen Familie zerstört. Gemeint ist der Tatverdächtige, der in der Nacht zum 8. November auf dem Zentrumsring mit seinem Auto einen 35-jährigen Brandenburger überfuhr, ohne sich um den Schwerverletzten zu kümmern. Während Ärzte im Brandenburger Klinikum das Unfallopfer in ein künstliches Koma versetzt haben, muss dessen dreijähriger Sohn ohne seine Eltern auskommen. Das Kind wurde in städtische Obhut genommen, weil auch die Mutter krankheitsbedingt für eine Betreuung ausfällt. Wann die Familie wieder zusammenkommt, ist vier Wochen vor Weihnachten völlig offen.

Dreijähriger in Obhut

Die Polizeidirektion West hat das Verfahren jetzt an die Potsdamer Staatsanwaltschaft abgegeben. Pressesprecher Nils Delius sagte der MAZ: „Wir prüfen gerade, welche Vorwürfe sich gerichtsfest zur Anklage bringen lassen.“ Was der 26 Jahre alte Tatverdächtige aus Brandenburg bisher zum Hergang des schweren Unfalls gesagt hat, bleibt das Geheimnis der Staatsanwaltschaft. Angeblich will er den Fußgänger bis zum Crash nicht gesehen haben. Die Flucht sei eine Kurzschlusshandlung gewesen, die er sich nicht erklären könne.

Wie die MAZ erfuhr, soll der Tatverdächtige nach dem Zusammenstoß kurz angehalten und das Opfer von der Straße auf den Grünstreifen gezogen haben. Anschließend soll der Unfallverursacher die persönlichen Sachen des Fußgängers gut sichtbar sortiert und sich danach aus dem Staub gemacht haben. Ihm wird das unerlaubte Entfernen vom Unfallort in Verbindung mit einer fahrlässigen Körperverletzung, eine unterlassene Hilfeleistung sowie das Vortäuschen einer Straftat vorgeworfen. Was davon am Ende vor Gericht für ein mögliches Strafmaß eine Rolle spielen wird, vermag Staatsanwaltschafts-Sprecher Delius derzeit noch nicht zu sagen.

Fahrer machte sich mehrerer Vergehen schuldig

Der Aufsehen erregende Fall ereignete sich in der Nacht zum 8. November auf dem Zentrumsring, Einmündung Vereinsstraße. Ein Auto hatte den 35-jährigen Fußgänger in Höhe der Ampelanlage mit voller Wucht erfasst. Der Fahrer holte keine Hilfe und fuhr weiter. Streifenpolizisten fanden das schwer verletzte Opfer zufällig auf dem Grünstreifen zwischen Fahrbahn und Radweg und übernahmen die Erstversorgung. Zur Ausleuchtung der Unfallstelle rückte die Berufsfeuerwehr an. Im Klinikum kämpften die Ärzte um das Leben des schwer verletzten Fußgängers, der bis heute auf der Intensivstation liegt.

Auf die Schliche kam die Polizei dem Tatverdächtigen, als am nächsten Morgen ein 26-jähriger BMW-Fahrer eine Sachbeschädigung an seinem Auto anzeigen wollte. Dem Beamten, der den Wagen in Augenschein nahm, war schnell klar, dass es sich bei den schlimmen Beschädigungen an der Frontpartie um die Folgen eines Unfalls handeln müsse. Es folgte eine kriminaltechnische Untersuchung. Spuren wurden gesichert. So erhärtete sich der Verdacht, dass der Autofahrer selbst mit dem nächtlichen Drama in Verbindung stand. Der aus Brandenburg stammende Tatverdächtige gab seine Beteiligung an dem Verkehrsunfall zu.

Von Frank Bürstenbinder

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