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Fahrgast nach Maulkorb-Streit bespuckt

Beleidigung und Körperverletzung Fahrgast nach Maulkorb-Streit bespuckt

Die Brandenburger Polizei sucht nach drei jungen Frauen mit Hund. Eine von ihnen hat eine 51 Jahre alte Brandenburgerin aus dem Stadtteil Nord übel beschimpft und sogar bespuckt. Vorangegangen waren unschöne Szenen in einem Linienbus.

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Auch ein Mops muss in Bahnen und Bussen Maulkorb tragen.

Quelle: dpa

Brandenburg an der Havel. Die Brandenburger Polizei sucht nach drei jungen Frauen mit Hund. Eine von ihnen hat eine 51 Jahre alte Brandenburgerin aus Nord übel beschimpft und sogar bespuckt. Vorangegangen waren unschöne Szenen in einem Linienbus.

Der Vorfall, über den das Opfer Ilona Zutz berichtet, trug sich nach ihrer Erinnerung bereits am 9. August, einem Sonntag zu. Am frühen Nachmittag war die Brandenburgerin in Nord in den B-Bus nach Göttin gestiegen. Wenig später stiegen hinten drei junge Frauen zu, alle führten je einen Hund bei sich. Keines der Tiere trug, wie es in Linienbussen der Verkehrsbetriebe vorgeschrieben ist, einen Maulkorb. Den hielten die Besitzerinnen nur in der Hand.

Gekränkt und verärgert

Ilona Zutz war nicht wohl dabei, sie machte die jungen Frauen daher auf die Maulkorbpflicht aufmerksam. Doch die entgegneten nur, dass es den Hunden mit Maulkörben zu heiß würde.

Demonstrativ setzte sich die Frau aus Nord daher woanders hin, eine Geste, die eine der Hundehalterinnen mit der Bemerkung quittierte: „Man müsste dir einen Maulkorb ummachen.“ Gekränkt und verärgert über so viel Unverständnis wandte sich Ilona Zutz an den Busfahrer und verließ dann in der Göttiner Landstraße den Bus.

Der Fahrer reagierte, ging nach hinten und verwies die drei jungen Frauen samt Hunden des Busses. Das Frauentrio stieg also an der gleichen Haltestelle aus. Eine von ihnen beschimpfte nun die Frau aus Nord und bespuckte sie.

Anzeige erst zwei Wochen später

Leider kam das Opfer erst zwei Wochen später dazu, den Übergriff anzuzeigen. Die Polizei ermittelt nun wegen Beleidigung und Körperverletzung, tritt aber etwas auf der Stelle. Denn die Filmaufnahmen aus dem Bus müssen nach 48 Stunden gelöscht werden, wie VBBr-Geschäftsführer Werner Jumpertz erklärt: „Das hätte die Frau früher anzeigen sollen.“

Der Busfahrer zu jener Zeit weiß nichts von einem solchen Vorfall und kann daher nicht weiterhelfen. Daher versuchen die Verkehrsbetriebe nun herauszufinden, ob ein anderer Busfahrer in Frage kommt.

Verkehrsbetriebe-Chef Jumpertz macht aus diesem Anlass darauf aufmerksam, dass selbst kleine Hunde in Straßenbahnen und Bussen nur dann mitgenommen werden, wenn sie einen Maulkorb tragen. Selbst der kleinste und liebste Hund könne bei einer Notbremsung durchdrehen.

Von Jürgen Lauterbach

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