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Brandenburg/Havel Fahrplan für den Packhof-Ideenwettbewerb steht
Lokales Brandenburg/Havel Fahrplan für den Packhof-Ideenwettbewerb steht
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16:08 28.02.2019
Wer hat den Zankapfel auf dem Packhof versteckt? Am Mittwoch haben die Stadtverordneten einen Kompromiss gefunden. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Das war am Mittwochabend eine Einigung in praktisch letzter Minute. Die Fraktionen von CDU, Freien Wählern (FW) und Bündnisgrünen haben sich auf einen Fahrplan verständigt, wie es mit dem Packhof in diesem Jahr weitergehen soll.

„Das Bürgerbeteiligungsverfahren zur Entwicklung des Packhofgeländes“ war in den vergangenen Monaten Thema in 15 Ausschusssitzungen und vier Stadtverordnetenversammlungen.

Auch an diesem Mittwoch stand erneut Streit ins Haus. Anträge der Bündnisgrünen auf der einen und von CDU/FW auf der anderen Seiten standen sich noch ziemlich unversöhnlich gegenüber.

Erst auf der Zielgeraden im Laufe des Mittwochs haben beide Seiten abgerüstet und einen Kompromiss gefunden, der im höchsten Beschlussgremium der Stadt eine sehr breite Mehrheit gefunden hat. Der aktuelle Beschluss regelt die Verfahrensschritte.

Jeder kann mitmachen

Die Stadtverwaltung wird demnach umgehend dazu aufrufen, Nutzungs- und Gestaltungsideen für den künftigen Packhof abzugeben. Von März bis Mai 2019 kann jedermann Wettbewerbsbeiträge zur Entwicklung dieses Filetstücks in Innenstadtlage einreichen.

Berechtigt dazu sind nicht nur Fachleute wie Architekten und Stadtplaner, sondern auch Bürger, die in Brandenburg/Havel wohnen und mindestens 16 Jahre alt sind. Allerdings gelten in diesem Ideenwettbewerb Mindestanforderungen wie eine Entwurfsskizze und eine Art Nutzungskonzept.

In nächsten Schritt wird die Verwaltung die eingereichten Ideen aufbereiten und öffentlich machen. Zwischen September und Oktober 2019 wird ein sogenanntes Werkstatt-Begleitgremium gebildet. Darin sollen Stadtverordnete aller Fraktionen, die Verwaltung mit ihrem Oberbürgermeister, sachkundige Menschen zum Beispiel von der Architektenkammer und interessierte Bürger vertreten sein.

Kampf und Annäherung

Das Gremium bewertet bis Ende des Jahres die eingereichten Ideen. In dem „Werkstattverfahren“ wird zudem geprüft und geklärt, was realisierbar ist und wie künftige Baufelder auf dem Packhof genutzt werden sollen. Die daraus hervorgehenden Vorschläge werden im folgenden Januar präsentiert und zur öffentlichen Diskussion gestellt.

Wie es anschließend weitergeht, soll gleich danach die Stadtverordnetenversammlung entscheiden.

Der beschriebene Kompromiss ist aus Sicht der Stadtverordneten Martina Marx (Bündnisgrüne) das Ergebnis eines zähen Kampfes in allen Ausschüssen. Knackpunkt für ihre Fraktion sei das offene Verfahren gewesen, mit dem die CDU sich nicht habe anfreunden wollen.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Jean Schaffer findet dagegen, dass die Beteiligten am Ende nicht mehr weit auseinander gelegen hätten. „Wir haben aus allen Vorschlägen nun das beste herausgenommen“, sagt er. Wichtig sei, dass der Oberbürgermeister in der Werkstatt vertreten ist. Schaffer erwartet, dass sich am Ende Ideen aus der professionellen Ecke durchsetzen werden.

Von Jürgen Lauterbach

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