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Familie Promnitz blickt auf 25 Jahre zurück

Physiotherapie-Praxis Familie Promnitz blickt auf 25 Jahre zurück

Den ganzen Tag wird therapiert, trainiert und massiert. Vor 25 Jahren begann für die Familie Promnitz alles in einer kleinen Praxis auf dem Görden in Brandenburg an der Havel. Längst haben die Physio-Experten expandiert, beschäftigen 100 Mitarbeiter – und planen aktuell das nächste Therapiezentrum.

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Mitarbeiter des Therapiezentrums Promnitz.

Quelle: Annika Jensen

Brandenburg/H. Vor 25 Jahren begann für die Familie Promnitz alles in einer kleinen Praxis auf dem Görden. Heute beschäftigen die Physio-Experten 100 Mitarbeiter und planen das nächste Therapiezentrum.

Wie in einem wohl geordneten Bienenstock wuseln die zahllosen Mitarbeiter und Patienten durch die verzweigten Praxisräume im Therapiezentrum Promnitz auf dem Görden umher. Den ganzen Tag wird therapiert, trainiert und massiert.

Vor 25 Jahren sah das noch ganz anders aus. Damals gab es nur Ilse Promnitz und eine einzige Mitarbeiterin. Nebenan lag die Autowerkstatt von Ehemann Wolfgang Promnitz, die zwei Kinder gingen noch zur Schule.

Heute ist die Werkstatt längst gewichen, die Kinder sind ausgebildete Physiotherapeuten und Sportwissenschaftler. Seit wenigen Wochen zählt das einst kleine Familienunternehmen 100 Mitarbeiter. 800 Patienten therapieren sie am Tag in den mittlerweile fünf Standorten in Brandenbug und Potsdam. Ein sechster ist in Planung: ein Physiotherapiezentrum mit Bad, Bistro und Barbier am Gallberg.

Erstmals soll auch eine Arztpraxis angeschlossen sein. In diesem Jahr konnte das Unternehmen des ersten Platz in dem Wettbewerb „Great place to work“ belegen. In der Kategorie ambulante Versorgung gilt es somit als Deutschlands bester Arbeitgeber.

Therapeutin Ilse Promnitz mit einem Patienten

Therapeutin Ilse Promnitz mit einem Patienten.

Quelle: Annika Jensen

„Hätte ich gewusst, wie schön es nach 25 Jahren sein kann zurückzublicken, hätte ich mich schon viel eher gefreut“, sagt Ilse Promnitz. Die heute 62jährige war zu DDR-Zeiten Physio-Lehrerin an der Medizinischen Fachschule. „Nach der Wende sagte ich mir: Es geht nicht, nur die Theorie zu lehren, sondern sich auch in der Praxis zu beweisen.“

Aus der Not heraus erwarb sie 1991 das Grundstück in der Gördenallee, auf dem die Autowerkstatt ihres Mannes stand. „Eine Frau der Hypobank in München ermunterte mich, mich selbstständig zu machen, damit ich das Grundstück kaufen konnte.“ Seither habe sie gearbeitet wie ein Ochse, sagt Promnitz und lacht. „Meine Vision war damals und ist heute, die Physiotherapie zu leben, in all ihren Facetten.“ Zum Angebot Physiotherapie kamen sehr bald Ergotherapie und Logopädie hinzu.

Heute ist ihr Sohn, Dirk Promnitz, Geschäftsführer des Unternehmens. Der 37jährige möchte an dem Unternehmen nichts ändern – es sei denn, es gibt einen neuen Standort zu erschließen. „Während meiner Zeit als Chef wird der Familienbetrieb so weitergeführt wie bisher. Die Mitarbeiter sollen den Geist der bisherigen Geschäftsführung weiter spüren können.“ Und der war immer sehr familiär.

Seine Mutter gibt noch immer Yoga-Kurse und kocht wöchentlich für die Belegschaft mehrerer Filialen, seine Schwester ist als Physiotherapeutin auf Kinder spezialisiert und sein Vater repariert in sämtlichen Praxisräumen, was es zu reparieren gibt.

Er sei seiner Mutter dankbar für das, was sie aufgebaut habe, so Dirk Promnitz. „Ich wünsche mir für meine Eltern allerdings schon, dass sie sich ein wenig mehr auf ihr Privatleben konzentrieren, auf ihre Enkelkinder.“ Das sind mittlerweile sieben. Der älteste von ihnen, der 15jährige Wilhelm, hat auch schon Blut geleckt. „Er hat ein Praktikum bei meiner Mutter gemacht“, sagt Onkel Dirk Promnitz. „Es hat ihm gut gefallen. Nun möchte er Ergotherapeut werden.“

Die Mitarbeiter seien mittlerweile ebenso zur Familie geworden, sagt Ilse Promnitz. „Man sagt ja immer: Wie der Herr, so’s Gescherr. Das merken auch die Patienten“, so die Senior-Chefin. Die Dankbarkeit gegenüber den Mitarbeitern teilt auch ihr Sohn.

„Meine Hochachtung gilt den Leuten, die täglich ihren Job machen und darüber hinaus großen Einsatz am Patienten zeigen.“ Die gute Arbeit der Mitarbeiter sei der Grund, warum immer wieder neue Patienten in die Praxen kommen und warum der Platz regelmäßig zu eng werde.

Von Annika Jensen

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