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Brandenburg/Havel Familie trauert um gestohlenen Bommel
Lokales Brandenburg/Havel Familie trauert um gestohlenen Bommel
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19:44 30.12.2015
Julia und Johann Wenslau sind traurig über den Verlust von Bommel. Quelle: Renee Rohr
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Brandenburg/H

Sabine Wenslau und ihre beiden Kinder trauten ihren Augen nicht, als sie am frühen Heiligabend das Haus verließen. Es war noch dunkel, als die 44-jährige Postzustellerin gegen 6.30 Uhr auf dem Weg zur Arbeit war, vorher wollte sie noch Johann und Julia zu ihrem Vater bringen. „Erst haben wir ihn wegen der Dunkelheit nicht erkannt, doch dann wurde es immer deutlicher: Plötzlich sahen wir Flocke, eines unserer beiden Zwergkaninchen, vor der Haustür sitzen,“ erzählt Sabine Wenslau.

Da sie unter Zeitdruck stand, hob sie ihn hoch und setzte ihn in die Küche. Als sie ihren Blick in Richtung des Hasenstalls richtete, stellte die Familie mit Erschrecken fest, dass alle Türen offen waren und Flockes Bruder Bommel verschwunden war. „Erst dachten wir, es war ein Tier, doch die schwere Klappe hätte kein Tier aufmachen können“, schildert die Brandenburgerin. „Auch das Stroh wurde herausgezogen.“

Ein Schock an Heiligabend: Der offene Hasenstall. Quelle: Renee Rohr

Pikantes Detail: Das kleine Hasenhaus, das im Sommer draußen auf der Wiese steht, wurde aus dem Stall herausgehoben und etwa sechs Meter weiter hin zum Zaun befördert. „Das Haus ist schwer und muss hochgehoben werden. Deshalb kann es nur ein Mensch gewesen sein“, ist sie sich sicher. Hinter dem Zaun befindet sich ein Stromhäuschen: Sabine Wenslau vermutet, dass jemand heraufkletterte und dann auf das Grundstück sprang. So richtig nachvollziehen kann sie das alles aber nicht: „Wir haben einen Bewegungsmelder und ich schlafe bei offenem Fenster. Eigentlich höre ich jedes Geräusch, nur in dieser Nacht nicht.“

Garten und Straße mit Taschenlampen abgesucht

Für die Kinder war es ein riesiger Schock, beide konnten es kaum fassen. Erst im Juli hatte ihre Mutter ihnen die Kaninchen mit den Hängeohren zum Geburtstag geschenkt. Mit Taschenlampen suchte die Familie den Garten und die Straße ab, die 19-jährige Tochter durchkämmte noch Stunden später mit dem Fahrrad die Umgebung. Doch alle Anstrengungen blieben erfolglos. Zusammen mit ihrem 8-jährigen Bruder und ihrem Vater schrieb sie Steckbriefe, die sie im Umkreis des Pappelweges im Wohngebiet Eigene Scholle aushängte. Bisher hat sich noch niemand gemeldet.

Sohn Johann wünscht sich wieder einen Bruder für Flocke

„Mein Lebensgefährte ist Polizist und erzählte mir, es ist gang und gäbe, dass an Weihnachten Kaninchen oder Gänse geklaut werden“, erwähnt Sabine Wenslau. Verschwunden ist das größere der beiden Kaninchen. „Aber wenn es jemand gewesen wäre, der sich auskennt, hätte er wissen müssen: An Zwergkaninchen ist doch gar nicht viel dran.“ Flocke muss nun jedenfalls erst einmal alleine auskommen, er wünscht sich wohl genau wie Sohn Johann wieder einen Bruder. Das wird frühestens im kommenden Frühling soweit sein.

Von Melanie Höhn

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