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Brandenburg/Havel Farbwolken über dem Grillendamm
Lokales Brandenburg/Havel Farbwolken über dem Grillendamm
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12:27 08.07.2018
Hunderte Feierwütige liefern sich am Samstag eine Farbschlacht am Brandenburger Grillendamm. Quelle: Foto: Anna Sarholz
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Brandenburg/H

 Der Countdown startet. Drei, zwei, eins: Der Grillendamm in Brandenburg an der Havel verwandelte sich am Samstagnachmittag in eine einzige Farbwolke. Über 600 Besucher haben sich beim vierten Holi-Festival auf dem Strand am Kleinen Beetzsee zu Elektronischer Musik auf eine Farbschlacht eingelassen. Organisiert wurde der Spaß vom Haus der Offiziere (HdO).

Immer mehr Besucher pro Jahr

„Jedes Jahr kommen mehr Besucher“, sagt HdO-Urgestein Andreas Walz stolz. „Das Festival hat sich in Brandenburg bereits etabliert“. Etwa 400 Anmeldungen gab es vor dem Veranstaltungstag. Auch aus dem Umland. „Das Holi-Festival ist bekannt, allerdings in Brandenburg eher selten“, sagt Walz. Das erkläre die hohe Nachfrage. Noch eine Stunde nach offiziellem Veranstaltungsbeginn um 14 Uhr drängte sich eine hunderte Meter lange Schlange von Feierwütigen vor dem Einlass am Strand. Es galt, sich tanzend den orangen, gelben, pinken, lila und grünen Farbbeuteln in Richtung des strahlend blauen Himmels zu entledigen.

Musik für Jedermann

„Ich stehe eigentlich gar nicht auf Elektromusik“, gesteht Mandy Horn. „Aber für einen so schönen Tag am Strand ist es genau das richtige“. Die junge Brandenburgerin war bereits das zweite Mal zu Gast beim Festival. „Das ist hier auch für Familien super, die Kinder haben eine Menge Spaß am Strand,“ sagt Mandy. Bedenken wegen der geworfenen Farbe müsse man nicht haben. „Die Beutel enthalten organisches Maispulver mit Lebensmittelfarbe versetzt“, sagt Walz.

Ungefährliches Pulver

„Das Pulver ist umweltfreundlich und löst sich im Wasser auf“. Bezogen habe man das Pulver aus Indien, dem Ursprungsland der Holi-Tradition. Das aus dem Hinduismus stammende Fest zählt zu den ältesten in Indien. Wenn sich die Menschen auf den Straßen Neu-Delhis mit dem Pulver bewerfen, sollen so alle Grenzen durch Kaste, Geschlecht oder Alter aufgehoben sein. Der kulturkritische Aspekt fehlt hierzulande. „Das Holi-Festival hat in Deutschland eine Eigendynamik entwickelt“, sagt Walz. „Hier zählt der Partycharakter“.

Indisches Vorbild

Und Lust auf Party hatten die Gäste, die meist in Weiß gekleidet waren, um die Farbe auf dem Körper richtig zur Geltung kommen zu lassen. Aus den Boxen schallten Klassiker von Prince oder Otis Redding, aber auch moderne Künstler wie Stereoact oder Paul Kalkbrenner.

Unterlegt wurden die älteren Songs mit modernen Beats, um den Musikfluss nicht zu unterbrechen. Alle 30 Minuten kam es dann zum sogenannten „Big Toss“, bei dem sich alle an der Bühne versammelten und ihre Farbbeutel in die Luft warfen. Ein Vergnügen, das doch an die alte Tradition der Inder anknüpfte: jeder hatte Spaß. Egal ob weiß, braun, lila, pink oder grün.

Von Tobias Wagner

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