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Brandenburg/Havel Fast schon Volksmusik
Lokales Brandenburg/Havel Fast schon Volksmusik
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00:26 31.12.2015
Festlich: In der Gotthardtkirche erklang das Weihnachtsoratorium. Quelle: jacqueline steiner
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Brandenburg/H

Barockmeister Johann Sebastian Bach hat es unnachahmlich geschafft, die erhabene Festlichkeit und die anrührend empfindsamen Töne der biblischen Weihnachtsgeschichte zum Klingen zu bringen!

Und so verwundert es nicht, wenn das Weihnachtsoratorium im deutschen Sprachgebiet fast schon zur Volksmusik und der Konzertbesuch vielerorts zum alljährlichen festen Ritual in der weihnachtlichen Zeit gehört.

Am Sonntag war in der Sankt- Gotthardt-Kirche der zweite Teil mit den Kantaten 4 bis 6 zu hören. Sie sind unbekannter als der erste Teil und dennoch von großer Schönheit und Bewegtheit.

Kantor Fred Litwinski tat gut daran, das Werk mit der Brandenburger Stadtkantorei, Mitgliedern des Brandenburger Motettenchores, dem Orchester der Komischen Oper Berlin sowie den Gesangssolisten Theresia Taube, Barbara Denner, Nico Eckert und Christoph Hülsmann aufzuführen, denn die vielen Zuhörer, die die Kirche füllten, schienen sich entspannt der Geschichte, die vor allem den Weg der drei Weisen zum Jesuskind in der Krippe, ihre Begegnung mit dem listigen König Herodes und schließlich ihre Anbetung des neugeborenen Messias erzählt, zuzuwenden. Der uralte Bibeltext, die Dichtung und die Musik der Barockzeit sind von einem intensiven Wechselspiel der Gefühle geprägt, von einem Wechselspiel zwischen unerfüllter Sehnsucht und einer getrosten Hoffnungsfülle.

Nicht mit schmetternden Trompeten wie beim „Jauchzet, frohlocket“ wird der Zuhörer in die vierte Kantate eingeführt, sondern von sanften Hörnern, die gemeinsam mit den anderen Instrumenten und dem Chor eine eher nachdenkliche Atmosphäre schaffen.

Doch nicht zaghaft klang der Eingangschor „Fallt mit Danken, fallt mit Loben“. Gemäß der Erwartung beim groß besetzten Chor setzten die Sängerinnen und Sänger mit vollem Klang und klarer Artikulation ein. Der dennoch durchsichtige Klang der Stadtkantorei, dem die Verstärkung durch den Motettenchor klanglich (vor allem bei den Tenören) gut tat, durchzog sowohl die Chöre der Kantaten wie auch die Choräle. Fred Litwinski hat den großen Spannungsbogen der drei Kantaten wunderbar hervorgehoben. Der konnte nicht zuletzt durch die frischen, aber nicht gehetzten Tempi gezogen werden.

Den gewichtigen Part des Evangelisten sang der Tenor Nico Eckert, der sich insbesondere durch seine deutliche Deklamationsweise in den Rezitativen sowie auch das sensible Einvernehmen mit den Instrumentalsolisten in den Arien auszeichnete. Nur bei den dramatischen Passagen wirkte die lyrisch geführte Stimme etwas angestrengt.

Unprätentiös, auf jedem Ton brillant treffsicher und ausdrucksstark präsentierte sich Sopranistin Theresia Taube. Eine eindringliche gestalterische Wirkung erzielte auch die Mezzosopranistin Bettina Denner und mit Wärme und Poesie sang Christoph Hülsmann die Basspartie, dem aber die Arie „Erleucht mit meine Sinne“ im Zusammenklang mit den Instrumentalisten nicht ganz durchgängig gelang.

Die lange Zusammenarbeit der Stadtkantorei mit dem Orchester der Komischen Oper tat auch dieser Aufführung gut. Feinfühlig vermochte es mit den Sängerinnen und Sängern zu musizieren und gab ihnen wichtige Impulse. Der Beifall der großen Zuhörerschar am Schluss war enthusiastisch dankbar.

Von Klaus Büstriun

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