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Brandenburg/Havel Faszinierende Lichtblicke im Treppenhaus: Der Fotoclub stellt neue Bilder aus
Lokales Brandenburg/Havel Faszinierende Lichtblicke im Treppenhaus: Der Fotoclub stellt neue Bilder aus
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16:03 27.04.2018
Der Fotoclub in Brandenburg an der Havel hat eine neue Ausstellung an der Volkshochschule. Quelle: Ina Schidlowski
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Brandenburg/H

Wenn sich 16 Fotografen zur Vernissage ihrer Ausstellung zusammenfinden, ist natürlich auch die eine oder andere Kamera im Einsatz. Einmal infiziert, lässt die Foto-Leidenschaft sie nicht mehr los. So klickten also die Auslöser auch, als sich rund 50 Gäste trafen, um der feierlichen Eröffnung der neuen Ausstellung „Lichtblicke“ beizuwohnen.

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Neue Ausstellung an der Volkshochschule in Brandenburg an der Havel: Mitglieder des Fotoclubs zeigen ihren neuen Arbeiten. Die Bilder sind beeindruckend. Viele der gezeigten Fotos gehen weit über das Handwerkliche hinaus.

Der Fotoclub „Color und Schwarzweiß“ der Volkshochschule Brandenburg hat 71 Fotos ausgewählt und diese in 50 Bilderrahmen im Treppenhaus am Wredowplatz 1 ausgestellt. Eine bemerkenswerte Schau, an der sich 16 Club-Mitglieder beteiligt haben.

„Sie alle verbindet eine unbändige Freude, eine Leidenschaft für die Fotografie. Das ist mehr als ein Hobby“, sagt Matthias Wessel, Direktor der Volkshochschule in seiner Laudatio und bezeichnet die ausgestellten Werke als Glanzlichter, die man auch als Hoffnungsschimmer verstehen könne. Vor allem in einer Zeit, in der Dutzende von Schnappschüssen aus dem Handgelenk mit dem Smartphone gemacht und genau so schnell vergessen würden, so Wessel.

Jedes der gezeigten Bilder ist einzigartig

Dass in den meisten Werken mehr Zeit, Arbeit und Überlegung stecken, wird auf den ersten Blick klar. Bildkomposition, Perspektive, Belichtung, Motivwahl – jede einzelne der ausgewählten Fotografien sticht durch ihre Einzigartigkeit hervor.

Dabei haben es sich die Club-Mitglieder nicht leicht gemacht. Alle infrage kommenden Bilder wurden gemeinsam kritisch diskutiert. „Ich weiß, es gibt noch viele mehr“, sagt Siegmund Petereit, Leiter des seit 1994 bestehenden Clubs, der ein untrügliches Gespür für die optimale Zusammenstellung und Hängung der Bilder hat.

Atmosphärisch dichte Schwarz-Weiß-Aufnahmen

So kommen sowohl die farbenprächtigen Porträts aus Afrika von Heinz-Egon Müller und Eberhard Pchalek, als auch die atmosphärisch dichten Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Nico Hübner, oder die ausdrucksstarke Architekturfotografie von Daniel Mikulla perfekt zur Geltung.

Eine rege Diskussion über Fotografie wünschte sich Club-Chef Petereit bei der Bildbetrachtung und brauchte nicht lange darauf warten. Bei Sektempfang mit Schaumkuss und Salzstange wurde am Mittwochabend sofort in allen Etagen gefachsimpelt.

Heinz-Egon Müller erzählt, dass er im Fotogrundkurs einmal für seine Frau eingesprungen sei und sich dachte: „Hier bin ich richtig. Hier bleibe ich“. Aus seiner anfänglich rein dokumentarischen Urlaubsfotografie ist eine Leidenschaft geworden.

Vom Foto-Virus infiziert

Dass die Welt voller Bilder ist und man denken könnte, alles wurde bereits fotografiert, stört weder ihn noch seine Club-Kollegen. „Ich bin infiziert“, sagt auch Jens Friebel. Er spricht von den Augenblickaufnahmen, und, dass jedes Bild etwas ganz Besonderes habe.

Stimmt, fängt doch gerade er äußerst stimmungsvolle und einmalige zwischenmenschliche Augenblicke ein. „Geht es dir auch so, dass Du oftmals am Computer Details entdeckst, die Du beim Fotografieren gar nicht gesehen hast?“, fragt er Daniel Mikulla, der die Frage bejaht.

Die Bildbearbeitung am PC gehört mittlerweile zum gängigen Arbeitsmittel. Denn Fotografie ist eben nicht nur das reine Abbilden der Wirklichkeit. „Erst durch die Übertreibung wird es manchmal interessant“, sagt Daniel Mikulla, der gerne mit extremem Weitwinkel arbeitet.

Lichtverhältnisse im Treppenhaus sind nicht optimal

Schade ist nur, dass die Lichtverhältnisse im hübschen Treppenhaus nicht optimal sind und Spiegelungen, den Blick etwas beeinträchtigen. Positiv betrachtet tun sich wiederum neue Fotomotive auf, wenn sich beispielsweise der Fotokünstler selbst in seinem eigenen Werk spiegelt.

Bleibt am Ende nur ein Geheimnis zu lüften: Oliver Karaschewskis Bild, das auch auf dem Plakat für die Ausstellung wirbt. Von Alien bis Cyber-Koala oder Kühlergrill eines Sportwagens wird so einiges vermutet. Herausfinden lässt sich das bei einem Besuch der Ausstellung.

Bis 27. Juni 2018 immer montags bis donnerstags von 9 bis 19 Uhr im VHS-Gebäude am Wredowplatz 1.

Von Ina Schidlowski

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