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Brandenburg/Havel Fenster falsch ausgemessen: Handwerker muss zahlen
Lokales Brandenburg/Havel Fenster falsch ausgemessen: Handwerker muss zahlen
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18:12 29.01.2019
Plissees bedecken üblicherweise die gesamte Fensterscheibe. Quelle: Archiv
Brandenburg/H

Plissees müssen schon ganz genau ins Fenster passen, wenn ein Kunde das so bestellt. Sind die Rollos zu kurz und bieten folglich keinen kompletten Licht- und Sichtschutz, muss derjenige zahlen, der die Sache verbockt hat.

In dem Fall, der kürzlich vor dem Amtsgericht in Brandenburg/Havel verhandelt und ausgeurteilt wurde, hat der Monteur für den Mangel aufkommen.

Besagter Handwerker erhielt den Auftrag eines Gardinengeschäfts, bei einem Kunden die Fenster auszumessen und die Messergebnisse mitzuteilen, damit das Geschäft die passenden Plissees beim Hersteller bestellen kann.

Blick ins Zimmer möglich

Die Geschäftsinhaberin hatte zuvor selbst Maße genommen, war sich ihrer Sache aber nicht ganz sicher. Daher beauftragte sie einen Handwerker, der zum Kunden gehen und die Maße für die Bestellung aufnehmen sollte. Das tat er, anschließend bestellte das Geschäft die Ware.

Der Handwerker brachte die zugeschnittenen Plissees anschließend selbst an den Fenstern an. Doch der Kunde war keineswegs zufrieden. Links und rechts blieben etwa sechs Millimeter breite Längsspalten. Die Glasscheibe war noch zu sehen, fremde Leute konnten mit etwas Anstrengung ins Zimmer blicken.

Der Kunde machte den Mangel geltend, für den zunächst die Geschäftsinhaberin aufkam. Doch sie wiederum forderte von dem Handwerker, dass er ihr die Aufwendungen für die Behebung des Fehlers ersetzt. Doch der mit der Messung und Montage beauftragte Dienstleister wollte nichts zahlen. Daher klagte die Geschäftsinhaberin und verlangte vor Gericht den Ersatz ihrer Aufwendungen.

Erbrachtes Werk ist mangelhaft

Das Amtsgericht Brandenburg gab ihr im Grundsatz recht, auch wenn es nicht alle ihre Forderungen anerkannte.

Das Amtsgericht bewertet das „erbrachte Werk“ als funktionsuntauglich und somit mangelhaft. Denn es erfülle nicht den beabsichtigten Zweck, die Scheiben der Fenster ganz zu bedecken.

Der Handwerker habe als „Erfüllungsgehilfe“ der Geschäftsfrau seine Pflichten nicht ordnungsgemäß erfüllt, urteilt das Gericht. Daher könne sie von ihrem Subunternehmer Ersatz für die Mangelbeseitigung verlangen.

Keine Berufung möglich

Der Amtsrichter erkannte der Klägerin einen Betrag von rund 500 Euro zu. Die Bohrlöcher musste sie aber auf eigene Kosten schließen.

Das Urteil hat Rechtskraft, unter anderem wegen des geringen Streitwerts ist eine Berufung nicht zulässig. (Az: 31 C 39/18)

Von Jürgen Lauterbach

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