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Brandenburg/Havel Feuerwehr mit Schwäche für Oldtimer
Lokales Brandenburg/Havel Feuerwehr mit Schwäche für Oldtimer
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12:08 04.04.2017
Springt immer noch an: Kameraden mit restaurierter Tragkraftspritze, Baujahr 1943, vor dem Gerätehaus in Wutzow.. Quelle: Silvia Zimmermann
Hohenlobbese

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr von Hohenlobbese und Wutzow sind stolz im 109. Jahr ihres Bestehens über eine aktive Brandschutztruppe mit 13 Kameraden zu verfügen. Darunter sind acht Männer, die eine Atemschutzgerät tragen dürfen. „Auf die Teilnahme an Wettkämpfen haben wir zwar in den letzten Jahren verzichtet, aber wenn wir gerufen werden, sind wir zur Stelle“, versichert Ortswehrführer Christian Schwechheimer. Im vergangenen Jahr gab es vier Alarmierungen, zu denen die Hohenlobbeser unter anderem nach Görzke und Grüningen ausrückten.

Jeden Freitag treffen sich die Kameraden am Gerätehaus in Wutzow und kümmern sich um ihre Technik. In der Gerätehalle steht ein Tanklöschfahrzeug als ständiges Einsatzauto. Dazu kommt ein 1963 im Sachsenring-Werk Werdau produzierter mittelschwerer Feuerwehr-Lkw S 4000. Ein Oldtimer, der nach langen Dienstjahren nun liebevoll von den Kameraden gepflegt wird. Bei Ausfahrten zu überregionalen Feuerwehrtreffen sorgt der S 4000 immer wieder für Aufsehen. Das Auto wurde 1987 von Pritzerbe übernommen.

Die Feuerwehrleute aus Hohenlobbese und Wutzow vor ihrem Tanklöschfahrzeug, das von 1978 bis 1999 im Dienst der Berliner Feuerwehr stand. Quelle: Silvia Zimmermann

Ein weiteres Stück Feuerwehrgeschichte, das die Kameraden wieder instandgesetzt haben, ist eine alte Tragkraftspritze (TS) mit dem Baujahr 1943. „Wir bekamen die TS aus Lütte gestiftet. Sie war ursprünglich im Krankenhaus Treuenbrietzen zum Brandschutz im Einsatz. Die Kameraden sammelten Geld und reparierten die alte Pumpe“, so Kamerad Heiko Schwechheimer. Zwei Jahre wurde in Kleinarbeit geschraubt, entrostet, versiegelt und der Motor komplett überholt. Das ist bereits die zweite TS, die die Feuerwehrleute wieder betriebsbereit machten.

Aber auch Sorgen plagen die Kameraden. „Unser Wutzower Gerätehaus ist nicht beheizbar und verfügt über keine Sanitäranlagen. Wir würden gern den ehemaligen Hühnerstall des Gutshauses für unsere Feuerwehrarbeit mit nutzen. Dazu ist es notwendig, dass die Gemeinde Görzke das Gebäude erwirbt. Wir als Kameraden würden es in Eigenleistung herrichten“, kündigte Christian Schwechheimer an. Doch eine Entscheidung steht aus.

Traditionell sind die Brandschützer in Hohenlobbese und Wutzow der Motor für das gesellschaftliche Miteinander in beiden Dörfern. Sie organisieren das Osterfeuer, stellen den Maibaum auf, und helfen beim Dorffest. „Wir können uns gut vorstellen in absehbarer Zeit einen Heimatverein zu gründen, der die Geschichte der beiden benachbarten Orte weiter pflegt und das dörfliche Leben in Gang hält“, meinte Heiko Schwechheimer. Zum Feuerwehrnachwuchs gehören unter anderem Helena und Jannek Schwechheimer, die ihre Ausbildung bei den Kameraden im benachbarten Reetz erhalten.

2018 steht ein großes Jubiläum für die Wehr und den ganzen Ort an. „Wir wollen unseren 110. Geburtstag feiern. Dabei dreht sich alles um die Geschichte unseres Brandschutzwesens. Doch auch der Spaß für unsere Familien soll nicht zu kurz kommen“, kündigte der Ortswehrführer an.

Von Silvia Zimmermann

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