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Brandenburg/Havel Feuerwerkverbot in Brandenburg an der Havel?
Lokales Brandenburg/Havel Feuerwerkverbot in Brandenburg an der Havel?
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00:31 29.10.2015
Garantiert genehmigt: Das Feuerwerk zum Buga-Erwachen am 17. April. Quelle: Jacqueline Steiner
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Brandenburg an der Havel

Muss nun Silvester ausfallen? Oder nur mit Vuvuzelas und LED-Lämpchen begangen werden? Geht es nach dem SPD-Stadtverordneten Daniel Keip, ist die Stadt gar nicht mehr weit davon entfernt. Ihn stören die Feuerwerke.

In seiner Anfrage zur Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch beruft er sich auf vorangegangene Unglücksfälle: „Im Zuge des Abbrennens von Feuerwerk ereigneten sich zum Jahreswechsel 2008 auf 2009 in den historischen Innenstädten von Villingen und Tübingen Brände, die erheblichen Schaden anrichteten.“ Auch Brandenburg an der Havel habe eine kunst- und kulturhistorisch bedeutende Bausubstanz. „Auf Grund der teilweise engen Bebauung und der spezifischen Beschaffenheit einer Vielzahl von denkmalgeschützten Gebäuden, vor allem aber wegen der besonderen Schutzwürdigkeit der Gebäude und der historischen Stadtkerne sind eine Reihe von Städten dazu übergegangen innerhalb eines definierten Bereiches das Abbrennen von Pyrotechnik zu verbieten.“ Rechtsgrundlage seien zwei Paragraphen der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz.

Verbote in anderen Städten

Tatsächlich gibt es auch in der Region Beispiele für Feuerwerksverbot. In Potsdam teilweise in den Parks und Schlössern sowie in der Innenstadt, im Amt Rhinow im Westhavelland mit Kleßen-Görne und Strodehne komplett. Dort sind häufig auch reetgedeckte Häuser zu finden. Auch in den entfernteren Kommunen wie Wernigerode oder Rothenburg ob der Tauber haben rigide Bestimmungen zum Schutz ihrer empfindlichen Fachwerkbausubstanz.

Allerdings sind in Brandenburg an der Havel fast ausschließlich Steinbauten zu finden. Im vergangenen Jahr 2014 sind von der örtlichen Ordnungsbehörde 63 Feuerwerke genehmigt worden, sagt die zuständige Fachgruppenleiterin Heike Baumann. „Von den 63 genehmigten Feuerwerken waren 42 rein private Anlässe wie Jugendweihe, Hochzeit sowie Geburtstag. Die restlichen 19 wurden aus kulturellen Gründen, zum Beispiel Theateraufführungen, Havelfest, Bürgerfest durchgeführt.“

Richtlinien beachten

Jeder Anmelder habe bestimmte Bedingungen zu beachten: Tageszeit, Waldbrandgefahrenstufen, Windstärke oder Verbot von Höhenfeuerwerken. Beeinträchtigungen von unbeteiligten Personen und der natürlichen Umwelt sollen so gering wie möglich gehalten werden, Nachbarn seien in geeigneter Weise zu informieren. Ein übermäßiger Gebrauch von Knall- oder Pfeifeffekten ist nicht gestattet. Der Straßen- bzw. Schiffsverkehr darf nicht gefährdet werden. Und das Wichtigste: „Der Abbrennort des Feuerwerkes ist so zu wählen, dass der Sicherheitsabstand zu den baulichen Anlagen und brandempfindlichen Objekten entsprechend der Effekthöhe eingehalten wird.“ Das alles müssen die Anmelder beachten und dafür unterschreiben, kommen sie den Forderungen nicht nach, können sie zur Rechenschaft gezogen werden.

Keip fragt allerdings zu Recht nach der Kontrolle, ob der Paragraph 23 der Sprengverordnung wirklich eingehalten wird, denn gefühlt gibt es ungleich mehr Feuerwerke in der Stadt als Anmeldungen hierfür. Böse Zungen lästern schon, dass die Knallerei zum guten Ton einer jeden Familienfeier gehört – vor allem in den Ortsteilen.

Von André Wirsing

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