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Brandenburg/Havel Brandenburg: Schon wieder Keime im Trinkwasser
Lokales Brandenburg/Havel Brandenburg: Schon wieder Keime im Trinkwasser
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16:56 26.04.2018
Immungeschwächte Menschen sollten das Brandenburger Trinkwasser besser abkochen. Quelle: TIMDAVIDCOLLECTION - Fotolia
Brandenburg an der Havel

Betriebsamkeit beim Brandenburger Wasserversorger Brawag – schließlich gibt es innerhalb von nur eineinhalb Jahren bereits den dritten Befall von coliformen Keimen im eigenen Wassernetz, zuletzt im Februar 2017.

„Wir sind noch bei der Ursachensuche, haben uns erst einmal aufs Wasserwerk Mahlenzien gestürzt, weil wir dort den Eintrag ins Netz vermuten. So lange wir nicht wissen, womit wir es genau zu tun haben und wo es herkommt, nützen auch Maßnahmen wie zusätzliches Spülen im Netz wenig“, sagt Unternehmenssprecherin Heike Beckmann auf MAZ-Anfrage.

Arbeiten an der Pumpenanlage

Im Wasserwerk gibt es derzeit umfangreiche Bauarbeiten, so wird beispielsweise in der so genannten Westfassung an der Rohwassersaugeleitung gearbeitet. Zudem gibt es Arbeiten an der Pumpenanlage für Reinwasser. An einer dieser beiden Baustellen ist es am wahrscheinlichsten, dass die Keime ins Rohr gelangt sind. Es gebe derzeit keine systemrelevanten Baustellen im restlichen Trinkwassernetz der Brawag.

Die bislang festgestellten Koloniezahlen lagen bei 0 bis 2 – also deutlich unter den Grenzwerten, die auch „Keimzahl“ genannte Größe bezieht sich auf alle Keime im Wasser, der Grenzwert geht noch auf den Mikrobiologen Robert Koch zurück.

Das Versorgungsgebiet wurde informiert

Coliforme Keime sind stäbchenförmige Bakterien, die Säure und Gase innerhalb von 48 Stunden bei 35 ° Celsius produzieren, sie sind Indikatororganismen für sanitäre Qualität von Wasser: Als Grenzwert laut Trinkwasserverordnung dürfen coliforme Bakterien in 100 Milliliter Wasserprobe nach einem Anreicherungsverfahren nicht nachweisbar sein.

Aber bei der Brawag wurden nun ein bis drei coliforme Keime pro 100 Milliliter an vier Messstellen im Verteilungsnetz nachgewiesen, darunter sind die Hochbehälter Marienberg und Kirchmöser Weinberg.

„Wir haben aber vorsorglich das gesamte Versorgungsgebiet informiert“, sagt Heike Beckmann.

Wasserproben an mehrere Labore verschickt

Die Trinkwasser-Experten versuchen sich nun an einer detaillierten Identifikation der Verschmutzungsquelle. Etliche Wasserproben sind an spezialisierte Labore verschickt worden, um zu sehen, welche Keime im Wasser sind, eine Identifizierung wird erst für Mitte kommender Woche erwartet.

„Weitere Maßnahmen werden in Abhängigkeit hiervon dann vom Gesundheitsamt der Stadt festgelegt“, sagt die Unternehmenssprecherin.

Von André Wirsing

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