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Findling zum Dorfjubiläum enthüllt

Zuhause in Glienecke Findling zum Dorfjubiläum enthüllt

Die Eiszeit verschlug ihn vor über 10 000 Jahren nach Glienecke. Jetzt schmückt der Findling die Dorfmitte. Eine Aufschrift erinnert an die urkundliche Ersterwähnung vor 800 Jahren. An der feierlichen Enthüllung nahmen ungewöhnlich viele Gäste teil.

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Dieser Findling schmückt seit dem Wochenende die Glienecker Ortsmitte.

Quelle: Silvia Zimmermann

Glienecke. Mitten im Dorf hat er seinen Platz gefunden. Ein großer Findling erinnert seit dem Wochenende an das 800-jährige Bestehen Glieneckes, das in diesem Jahr mit einem ganzen Veranstaltungsreigen begangen wird. Am Sonntag war das Dorf Zielort für das 5. Anradeln im Amt Ziesar. Bei Sonnenschein und blauem Himmel machten sich rund 150 Radler aus den umliegenden Orten nach Glienecke auf.

Zur Stärkung der Radler wurde eine Erbsensuppe gekocht

Zur Stärkung der Radler wurde eine Erbsensuppe gekocht.

Quelle: Silvia Zimmermann

Eingeladen hatten die Glienecker Fahrradfreunde bereits im vergangenen Jahr beim Anradeln in Wollin. „Wir wollen im Festjahr zeigen, dass wir gute Gastgeber sein können“, waren sich die Fahrradfreunde einig. Gemeinsam mit dem Feuerwehrverein, dem Sportverein, den Jägern und der Kirchengemeinde war alles auf den großen Ansturm der Radler vorbereitet. Allein in Ziesar startete eine Gruppe mit 40 Radlern. In Steinberg schlossen sich 22 Ausflügler an. Fahrradfahrer aus Wollin, Gräben, Wenzlow, Grüningen, Boecke, Köpernitz, Görzke und Rogäsen waren auch dabei. Selbst aus dem anhaltinischen Paplitz machten sich Fahrradbegeisterte auf den Weg. Aber auch von Lütte, Bad Belzig und Wiesenburg aus wurde gestartet. Der 78-jährige Horst Schmeißer aus Brandenburg radelte sogar 38 Kilometer. Im Minutentakt trafen die Teilnehmer an der Kirche ein. Die Begrüßung untereinander war sehr herzlich, denn die Beteiligten kennen sich bereits von den anderen Anradeltouren. Eberhard Knie aus Wittstock bei Dretzen kam mit Siegfried Bahl nach Glienecke angeradelt. „Wir fahren gern mit dem Rad und waren schon in den Vorjahren mit dabei“, berichtete der 80-jährige Knie.

Räder über Räder standen am Sonntag vor der Kirche

Räder über Räder standen am Sonntag vor der Kirche.

Quelle: Silvia Zimmermann

Während die Radler auf Glienecke zu radelten, kümmerten sich seit den Morgenstunden Marina und Monika sowie die Männer Ingolf und Uwe Janthur um die Erbsensuppe über dem Feuer. Holger Stark vom Burg Hotel Ziesar und Jörg Goethe steuerten die Zutaten bei. Am Getränkestand herrschte Hochbetrieb, denn das Radeln machte durstig. In der kühlen Kirche boten die Frauen Kaffee und Kuchen an. Alle machten es sich auf den Bänken bequem, die die Gaststätte „Großer Kiepenkerl“ zur Verfügung stellte. Der Glienecker Paul Rawolle spannte seine Haflingerstute Galja vor die Kutsche und fuhr die Kinder durchs Dorf. Die Sonne lachte dazu und verpasste einigen Gästen den ersten Sonnenbrand des Frühlings.

Bei herrlichem Sonnenschein genossen die Radler ihren Aufenthalt in Glienecke

Bei herrlichem Sonnenschein genossen die Radler ihren Aufenthalt in Glienecke.

Quelle: Silvia Zimmermann

Anlässlich der 800-Jahr-Feier der Ersterwähnung von Glienecke wurden am Sonntag eine Eiche gepflanzt und ein riesiger Findling mit der Jahreszahl 1216 enthüllt. „Diese beiden Symbole sollen spätere Generationen an dieses Jubiläum erinnern. Der Baum fand seinen Platz vor der Kirche. Der Stein dagegen hat einen Platz in der Dorfmitte erhalten“, berichtete Ortsteilbürgermeister Mathias Laube. Zusammen mit Stellvertreter Herbert Busse enthüllte er den Stein mit der Aufschrift „Glienecke anno 1216“. Verziert ist die Schrift mit einer Kornähre. Den eiszeitlichen Findling hatte Reinhard Nethe aus Boecke vor Jahren entdeckt. Wolfgard Preuss von der Fiener Agrar Genossenschaft transportierte ihn an Ort und Stelle. Steinmetz Nicola Gerlach aus Ziesar brachte den Schriftzug an.

Von Silvia Zimmermann

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