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Brandenburg/Havel Ein neues Hauptstraßen-Kaufhaus
Lokales Brandenburg/Havel Ein neues Hauptstraßen-Kaufhaus
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16:30 30.08.2018
Kühne Pläne: Das Flakowski-Haus wird saniert, links mit einem Neubau auf der alten Kaufhalle komplettiert. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Jetzt soll alles ganz schnell gehen: Nach vielen Jahren des Stillstands rings um das ehemalige Flakowski-Kaufhaus beginnt nun das Reanimieren. Noch an diesem Freitag will der neue Eigentümer Wilhelm Schomaker den Bauantrag für das Ensemble von Kaufhalle-Mitte, Kaufhaus und Anbau entlang der Hauptstraße bis zur Rückseite entlang der Lindenstraße im Rathaus abgeben. „Wir hoffen natürlich auf einen schnellen positiven Bescheid, würden im kommenden Frühjahr beginnen und im Sommer 2020 fertig sein“, sagt Schomaker.

„Wir werden die aktuellen Pläne am 12. September im Stadtentwicklungsausschuss vorstellen. Im Denkmal- und Sanierungsbeirat haben sie bereits viel Zustimmung bekommen“, sagt Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU).

Bereits im vorigen Jahr hat Schomaker den Gebäudekomplex vom Vorbesitzer Horst Gassmann aus Sittensen erworben. Vermittelt vom Immobilienmakler Joachim Nickel war ein Termin arrangiert worden. Zwar seien die offiziellen Verhandlungen in großer Runde an unterschiedlichen Preisvorstellungen gescheitert, ein Vier-Augen-Gespräch habe schließlich den Durchbruch gebracht.

Die Gesellschaft Schomaker-Dörpen-Invest mit Bezug auf den niedersächsischen Unternehmenssitz im Emsland wird Umbau und Sanieren im Umfang von 15 Millionen Euro realisieren. Das 120 Jahre alte Flakowski-Haus wird saniert, die ehemalige Kaufhalle mit Ausnahme des denkmalgeschützten Kellers abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Dieser wird dreieinhalbgeschossig sein mit aufrecht stehenden Gauben, aber nicht ganz an die Kaufhaushöhe heranreichen. Die beiden Erdgeschosse in Kaufhalle und Anbau an der Petersiliengasse werden höherwertigem Einzelhandel vorbehalten sein. Erdgeschoss und erstes Obergeschoss von Kaufhaus und Kaufhalle sind mit einer Rolltreppe verbunden, auf 2000 Quadratmetern Verkaufsfläche wird ein großer Filialist Waren anbieten, wahrscheinlich Textilien. Die Verhandlungen seien weit gediehen, aber noch nicht abgeschlossen, sagt Schomaker, er will deshalb noch keine Namen nennen. Die Kette sei bislang noch nicht in der Havelstadt vertreten. Auch für die weiteren 2500 in den beiden verbleibenden beiden Obergeschossen gebe es fortgeschrittene Verhandlungen. Wenn die insgesamt 6000 Quadratmeter Nutzfläche gefüllt sind, werde der Gebäudekomplex ein Magnet sein, der die Hauptstraße spürbar belebt, ist sich der Investor sicher. Auf der Rückseite des Grundstücks entstehen in drei neuen großen Stadthäusern bis zu 24 Wohnungen in Größen zwischen 60 und 90 Quadratmetern. Noch nicht abschließend geklärt ist, ob diese verkauft oder vermietet werden. Die Häuser sind drei- und viergeschossig, um ihnen aber die Wucht zu nehmen in der doch engen Lindenstraße, sind die obersten Stockwerke nach innen zurückgenommen durch Balkone beziehungsweise ein zurückgesetztes Staffelgeschoss – so dass in der Anmutung von der Straße aus nur jeweils zwei Etagen voll sichtbar sind. „Das sind teilweise Kompromisse, die in intensiven Vorberatungen mit der Verwaltung entstanden sind“, betont Scheller. Stadtplanungsamt, Bauaufsicht und Denkmalbehörde seien früh einbezogen gewesen. „Ich war angenehm überrascht, die Probleme gleich in großer Runde erörtern zu können“, sagt Schomaker.

Teile der untersten Ebene stehen nun auf Stelzen und bieten einen breiteren Durchgang, zudem erfolgt unter einem Haus die Zufahrt für Anlieferer und zu den Parkplätzen. Davon wird es 50 Stellplätze geben, die meisten für die Anwohner, nur maximal 15 für Kunden. Schomaker geht davon aus, dass die meisten Kunden zu Fuß oder mit der Straßenbahn kommen.

Von Benno Rougk und André Wirsing

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