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Brandenburg/Havel Fliedners legen Grundstein für neues Heim
Lokales Brandenburg/Havel Fliedners legen Grundstein für neues Heim
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02:15 17.03.2016
Die Zeitkapsel fürs Wohnhaus-Fundament wird befüllt. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

Lothar Steth ist so etwas wie der Bauleiter auf der Fliedner-Baustelle. Bereits am 8. Februar hat der Bewohner der Wohnstätte an der Potsdamer Landstraße 4 den ersten Bagger persönlich empfangen, seitdem schaut er jeden Morgen nach dem Rechten, erstattet sogar Rapport bei der Heimleitung über den Baufortschritt. Kunstvoll hat er mit Schablonen einen Bagger gemalt – ganz in Pink. Das Bild durfte am Montag bei der Grundsteinlegung für das neue Wohnhaus mit in die Schatztruhe, die als „Zeitkapsel“ im Fundament versenkt wurde.

Bei den Wohn- und Werkstätten „Theodor Fliedner“ wird in zwei Jahren komplett umgebaut. Gerade entsteht das fünfte Wohnhaus, in dem 16 behinderte Menschen barrierefrei leben können, in jedem Appartement gibt es eine eigene Toilette und Waschgelegenheit. Die bisherigen Wohngruppen werden von zehn auf acht Menschen reduziert, für jede Gruppe gibt es eine Wohnküche und ein Pflegebad.

In zwei Jahren kompletter Umbau

Die geplante modernere Ausstattung für Menschen mit schwerer Körperbehinderung wird auch den Mitarbeitenden das Handling durch den Einsatz von weiteren Hilfsmitteln wie Lifter, Duschstuhl, Hubbadewanne und Pflegebetten erleichtern. Der Neubau wird komplett ebenerdig gebaut. Allerdings auf etwas mehr als 50 Zentimeter hohen Stelzen wegen der möglichen Hochwassergefahr.

Sind die Bewohner im Oktober 2016 ins neue Haus eingezogen, kommt der zweietagige Wohnanbau des Haupthauses an die Reihe – wird ebenfalls den heutigen Erfordernissen angepasst. „Wir haben eine große Versammlung für alle Bewohner gemacht und versucht, ihnen in verständlicher Form die Pläne zu erläutern. Alle nehmen großen Anteil und freuen sich“, sagte die fürs Wohnen zuständige Lafim-Leiterin Peggy Bohm bereits im November. In der Unterkunft sollen auch Plätze für Kurzzeit- und Verhinderungspflege angeboten werden – um beispielsweise die Eltern von erwachsenen Menschen mit Behinderung für einige Tage zu entlasten.

Alle nehmen großen Anteil

Der Landesausschuss für Innere Mission ist Bauherr, bekommt großzügige Fördermittel vom Land. Das ganze Umbauvorhaben kostet etwa 2,2 Millionen Euro, gut die Hälfte entfällt mit 1,34 Millionen auf den Neubau.

Die Wohnstätte gibt es seit den frühen 1950er-Jahren, zuletzt modernisiert wurde sie 2003. Seitdem haben sich die Anforderungen extrem erhöht, mehr Komfort soll es für die 58 Bewohner und 39 Mitarbeiter geben.

Von André Wirsing

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