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Floristen aus Korea stellen in Havelberg aus

Fernöstliche Blumenkunst zur Buga Floristen aus Korea stellen in Havelberg aus

Südkoreanische Blumenkleider verwandeln die Kirche St. Laurentius derzeit in einen exotischen Dschungel. Die Floristen aus Seoul zeigen ihre aufwendigen Kreationen zur Bundesgartenschau nicht grundlos: Sie kamen vor allem nach Deutschland, um hier ihre Meisterprüfung abzulegen.

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Floraler Körperschmuck auf koreanisch: Hingucker der Hallenschau sind die aufwendig dekorierten Schaufensterpuppen.

Quelle: A. Wirsing

Havelberg. So richtig praktisch sehen die Kleider aus Blumen, die derzeit in der Kirche St. Laurentius gezeigt werden, nicht aus. Das müssen sie auch nicht. Schließlich sind die aufwendigen Kreationen nicht zum Anziehen gedacht. Die exotischen Blumenkleider sind Teil der 10. Hallenschau „Blühendes Korea“ in Havelberg. Noch bis zum 18. August zeigen Floristenmeisterschüler aus Seoul zur Bundesgartenschau (Buga) vor sakraler Kulisse ihren aufwendig gestalteten floralen Raum- und Körperschmuck sowie Tischdekoration.

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Südkoreanische Blumenkleider verwandeln die Kirche St. Laurentius derzeit in einen exotischen Dschungel. Die Floristen aus Seoul zeigen ihre aufwendigen Kreationen zur Bundesgartenschau nicht grundlos: Sie kamen vor allem nach Deutschland, um hier ihre Meisterprüfung abzulegen.

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Die insgesamt 42 Floristen sind Schüler der Bang Sik Meisterschule und der Floristik Akademie Moon Hyun Sun in der südkoreanischen Hauptstadt. Beide Institute kooperieren seit zwölf Jahren mit dem Grünberger Bildungszentrum Floristik (GBF). Die Meisterschule aus Hessen ermöglichte den Partnern aus Korea auch die Ausstellung auf der Buga. „Die Gartenschau ist eine attraktive Plattform für die koreanischen Floristikschüler, um ihre Arbeiten der Öffentlichkeit zu präsentieren“, sagt Werner Paizdzior, GBF-Geschäftsführer und Mitorganisator der aktuellen Hallenschau.

Ihre Kunstwerke fertigten die Gäste aus Korea nicht einfach nur zum Spaß: Bevor sie ihre Meisterwerke zur Buga präsentieren konnten, legten sie bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Gießen-Friedberg die Meisterprüfung ab. Die 20 besten Arbeiten zieren nun die Laurentiuskirche. Eine Floristen-Ausbildung wie in Deutschland gibt es in Korea nicht. Paizdzior fliegt daher mehrmals im Jahr nach Seoul, um die Schüler auf den Abschluss bei der IHK vorzubereiten. Der Floristikmeister ist jedes Mal begeistert von den Arbeiten seiner koreanischen Lehrlinge: „Der Schmuck entsteht unter einem größerem Zeitaufwand als bei uns, die Koreaner haben viel Geduld, das spiegelt sich auch in der filigranen Floristik wider“, so der Experte aus Hessen.

Mit ihrer Schau zur Buga nehmen die Koreaner die Besucher mit auf eine Reise in die fernöstliche Gestaltungskunst. Ein echter Blickfang sind die 25 Schaufensterpuppen, die zuvor in mühseliger Kleinstarbeit mit Orchideen, Drachenwurz, Flamingoblumen, feuerroten Gloriosen und blühendem Ingwer verziert wurden.

Von Josefine Sack

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