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Brandenburg/Havel Flüchtlinge erhalten den Umweltpreis
Lokales Brandenburg/Havel Flüchtlinge erhalten den Umweltpreis
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14:20 05.06.2016
Dietlind Tiemann vergibt den Umweltpreis 2016. Quelle: Foto: Krumonow
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Brandenburg/H

Vielfältig, farbig und fröhlich haben am Samstag weit über 500 Menschen im Naturschutzzentrum das 27. Krugparkfest gefeiert. Höhepunkt war die Verleihung des diesjährigen Umweltpreises. Der erste Platz ging an das Integrationsprojekt für Flüchtlinge, „Interkultureller Havel- Garten“.

Seit dem Frühjahr ist nahe dem Asylheim in der Flämingstraße aus einer vermüllten Brache ein Garten entstanden. Vorwiegend an Sonnabenden haben dort 20 bis 25 Menschen aus dem Heim mit Bürgern der Stadt den Müll entsorgt, Vogelschutzhecken und Hochbeete angelegt, Bäume beschnitten, Nistkästen installiert und Gemüse- und Obst ausgesät oder gepflanzt.

Auch Zentrumsleiterin Andrea Kausmann würdigte sie die Initiative einer sechsköpfigen Gruppe ehrenamtlich wirkender Menschen aus der Stadt und der Umgebung, die diese Projekt begleitet hat. „Das ist ein kleines Dankeschön an die Stadt und hat Spaß gemacht“, sagte der Ingenieur Soransh Moradi aus dem Irak, einer der Laiengärtner aus der Flämingstraße.

Flüchtlinge im Krugpark. Quelle: Krumnow

Auf den zweiten Platz des Umweltpreises kam das Projekt der Curie-Schule „Urbanes Gärtnern zur Förderung der regionalen Vielfalt im Stadtgebiet“. Den dritten Preis erhielt die Luckenberger Schule für die „Förderung der Artenvielfalt auf dem Schulgelände“.

Einen Sonderpreis erhielten Maja und Ilka Scheer für ihr Projekt „Schwimmen mit Filmerlebnis“. Der Fünfte Platz ging an Daniel Kruse für das Projekt gegen Umweltverschmutzung.

Vor allem Familien flanierten an diesem sonnigen Nachmittag unter schattigen Bäumen zwischen Verkaufsständen an der Pyramide und der Bühne.

Das Zentrum lockte mit dem Programm der Schule am Gutspark, dem „Fantasia Dance-Club“, der Gruppe „Beatverschiebung“, mit afrikanischen Rhythmen, einem Kindertheater mit „Michi im Schlaraffenland“ einem Saxophonquartett der Freien Musikschule und der Versteigerung von zwölf Rädern.

Große Aufmerksamkeit erfuhren auch die Mädchen des „Fantasia Dance-Clubs“, die indische Tänze vorführten. Anmutig unterstrichen sie tänzerisch das interkulturelle Anliegen dieser Veranstaltung im Zentrum der Natur am Rande der Stadt Brandenburg. Sowohl das Miteinander von Menschen unterschiedlicher Nationalität als auch die Pflege der Natur standen bei diesem Fest im Mittelpunkt. Es passte zu dem Motto „Biologische Vielfalt bewahren“.

Von Jürgen Krumnow

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