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Flüchtlinge im Spargelhof

Lehnin: Übergangsquartier für 100 Menschen Flüchtlinge im Spargelhof

In Potsdam-Mittelmark gibt es inzwischen zwölf Übergangswohnheime für Flüchtlinge. In wenigen Tagen soll ein weiterer Standort folgen: Der Spargelhof Lehnin, eine ehemalige Fallschirmjägerkaserne. Am Montag informiert die Gemeinde Kloster Lehnin die Anwohner per Hauswurfsendung.

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Die Einfahrt zum Spargelhof zwischen Lehnin und Emstak, einst Fallschirmjägerkaserne.
 

Quelle: Foto: Frank Bürstenbinder

Lehnin.  In der Kreisverwaltung läuft die Suche nach neuen Flüchtlingsunterkünften weiter auf Hochtouren. Jetzt sind die Quartiermacher offenbar in Lehnin fündig geworden. Nach dem Einzug von jugendlichen Flüchtlingen in den ehemaligen Jugendwerkhof in der Gohlitzstraße soll nun der Spargelhof in der Waldsiedlung auf die Ankunft von Kriegsflüchtlingen und Asylbewerbern vorbereitet werden. Die Rede ist von bis zu 109 Personen, die dort voraussichtlich zwischen dem 3. und 7. Dezember eintreffen sollen.

Per Hauswurfsendung will die Gemeinde Kloster Lehnin am Montag die Anwohner der Waldsiedlung sowie der Beelitzer Straße, Emstaler Straße, Deichstraße, Hasenkampstraße sowie der Straße Am Hasenkamp von der überraschenden Entwicklung in Kenntnis setzen. „Am Freitag hat uns der Landkreis über die geplante Unterbringung unterrichtet. Wir informieren nun die Anwohner darüber, wie wir es schon beim Jugendheim getan haben“, sagte Bürgermeister Bernd Kreykenbohm der MAZ.

Der Kreis muss rund 3000 Flüchtlinge aufnehmen

 In dem von Kreykenbohm und Ortsvorsteher Frank Niewar unterzeichneten Info-Schreiben weisen die beiden Kommunalpolitiker darauf hin, dass Kloster Lehnin einen angemessenen Beitrag bei der Flüchtlingsunterbringung zu leisten hat. Der gesamte Landkreis muss immerhin bis zum Jahresende rund 3000 Flüchtlinge aufnehmen. In den bestehenden zwölf Übergangswohnheimen hat der Landkreis inzwischen über 1600 Menschen aufgenommen.

Im Frühjahr kehren die Erntehelfer zurück

Über die Nationalitäten der in Lehnin erwarteten Ankömmlinge, deren Herkunft und Zusammensetzung ist zur Zeit noch nichts bekannt. Die Unterbringung ist nur vorübergehend vorgesehen. Denn im Frühjahr kehren die Erntehelfer in ihre Quartiere bei Spargelbauer Heinrich Thiermann zurück. Thiermann selbst verwies auf eine letzte Objektbegehung mit Behördenvertretern am 1. Dezember. Erst dann soll eine Nutzung des Lehniner Spargelhofs endgültig feststehen.

Bei den dortigen Unterkünften handelt es sich um die ehemalige Kaserne des NVA-Luftsturmregimentes 40 „Willi Sänger“, das im Juni 1991 aufgelöst wurde.

Von Frank Bürstenbinder

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