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Flüchtlinge ziehen an die Regattastrecke

Dritte Notunterkunft in Brandenburg/Havel Flüchtlinge ziehen an die Regattastrecke

Die Stadtverwaltung hat entschieden, das Sozialgebäude der Brandenburger Regattastrecke zur dritten Notaufnahmestelle der Stadt Brandenburg zu machen. Etwa 60 Flüchtlinge sollen dort für mindestens drei Monate Unterkunft finden. Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) spricht von einer Zwischenlösung.

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Das zweigeschossige Unterkunfts- und Sozialgebäude am Sattelplatz der Regattastrecke sollin 14 Tagen bis zu 60 Flüchtlinge aufnehmen.

Quelle: Marcus Alert

Brandenburg an der Havel. In zwei Wochen werden etwa 60 Flüchtlinge im Sozialgebäude der Regattastrecke in Brandenburg an der Havel Quartier finden. Das hat jetzt die Brandenburger Stadtverwaltung entschieden. Wie der Sozialbeigeordnete Wolfgang Erlebach (Die Linke) sagt, werde die Situation in der Stadt von Woche zu Woche „extremer und schwieriger“. Erst Dienstag sei die Stadt darüber informiert worden, dass noch in dieser Woche eine Sonderzuweisung von 32 Asylbewerbern zu erwarten sei, „die wir bisher nicht auf dem Plan hatten.“ Bis dato kamen pro Woche zwischen 30 und 40 Flüchtlinge in der Stadt an. Diese Woche werden es 68 sein.

Das Sozialgebäude am Sattelplatz der sanierten Regattastrecke sei „optimal als Unterkunft geeignet“, sagt Erlebach. Neben den Aufenthalts- und Schlafräumen gäbe es auch sehr gute sanitäre Einrichtungen, die bei Regatten oft für hunderte Sportler ausreihend seien. Vorerst für drei Monate plant die Stadt die Flüchtlinge direkt am Beetzsee unterzubringen. „Ich denke aber, das wird nicht reichen und wir müssen verlängern“, sagt Erlebach. Voraussichtlich erst Ende März 2016 wird das Gebäude wieder für sportliche Aktivitäten benötigt. Am Mittwoch soll darüber entschieden werden, wer diese dritte Brandenburger Notunterkunft betreibt.

Drei Angebote liegen der Stadt vor. Das Heim in Kirchmöser, das ausschließlich von Männern bewohnt wird, betreibt das DRK. Die Notunterkunft in der Sophienstraße in Hohenstücken, wo derzeit Familien untergebracht sind, wird von den Johannitern betrieben. Zwei weitere Unterkünfte am Neuendorfer Sand und in der Fohrder Landstraße werden gerade hergerichtet. Ursprünglich sollten sie Anfang Oktober fertig sein, doch die Baufertigstellung verzögert sich. „Die Unterkunft an der Regattastrecke ist wirklich nur eine Zwischenlösung“, versichert Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU). Gleichwohl räumt sie ein, dass das Gebäude in der Sophienstraße spätestens in der kommenden Woche voll belegt sei und man sich dann nach weiteren Objekten umsehen müsse.

Wöchentlich tagt deshalb in Brandenburg ein Krisenstab. Bis jetzt ist das Flüchtlingsproblem in der Havelstadt weitgehend geräuschlos geklärt worden. Erlebach setzt dabei auf Transparenz und wird für sein Krisenmanagement über Parteigrenzen hinweg gelobt.

Von Benno Rougk

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