Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Förderverein ackert für ein Denkmal
Lokales Brandenburg/Havel Förderverein ackert für ein Denkmal
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:27 23.09.2016
Anna Beck, Martina und Gotto und Kerstin Spittka vom Förderverein. Quelle: Volkmar Maloszyk
Anzeige
Ketzür

Die Ketzürer Bockwindmühle ist ein lebendiges Denkmal. „Vor 100 Jahren gab es allein Ketzür einmal drei Windmühlen dieser Art, heute ist unsere Bockwindmühle die einzig übrig gebliebene im ganzen Altkreis Brandenburg“, sagt Anna Beck. Als Vorsitzende des Vereins zur Erhaltung der Bockwindmühle Ketzür ist Beck mit 31 weiteren Mitstreitern darum bemüht, dass das alte Handwerk des Windmüllers auch weiterhin für viele Menschen erlebbar bleibt.

Seit 1862 steht die Bockwindmühle in Ketzür. Das gute Stück ist eigentlich Second-Hand-Ware. In Bornim wurde die Mühle damals in ihre Einzelteile zerlegt und an dem jetzigen Standort wieder aufgebaut. Bis 1955 stand sie in Betrieb und war dann über Jahrzehnte mehr oder weniger dem Verfall preisgegeben. 2001 konnte die Gemeinde Ketzür die Mühle für den Symbolpreis von einer DM kaufen, verbunden mit der Auflage, dass sich ein Verein um die Restaurierung bemüht. Im Laufe der Jahre verwandelte sich die Mühle dann in ein Schmuckstück, das gerne gezeigt wird.

Abendstimmung an der Mühle. Quelle: MaloszykVolkmar

Im Zeitraum zwischen dem Anmüllern am Ostermontag bis zum Abmüllern Mitte Oktober steht die Mühle jeden Sonntag für Führungen offen. „Während der Saison organisieren wir auch regelmäßig verschiedene Veranstaltungen rund um die Mühle, die immer großen Anklang finden“, sagt Martina Gotto, die im Vorstand des Mühlenvereins mitarbeitet. Der große Höhepunkt ist in jedem Jahr das Fest zum deutschen Mühlentag, an dem sich bis zu 700 Gäste unter den ausladenden Windmühlenflügeln versammeln. „Während der ganzen Saison kommen noch einmal etwa 600 Interessierte dazu, die sich durch Mühle führen lassen“, erklärt Beck, die sich seit einem Jahr selbst Windmüllerin nennen darf. Über drei Jahre hat sie in der Britzer Windmühle gelernt, was ein Müller wissen muss und kann ihr Wissen jetzt noch fundierter an die Besucher weitergeben.

„Besonders die Führungen und Projekte mit Kindern liegen uns am Herzen“, sagt Beck. In Kooperation mit der Grundschule in Radewege sollen zukünftig direkt an der Mühle verschiedene Getreideparzellen angelegt werden. „Die Kinder lernen so, wie viel Arbeit es macht, bis aus den Getreidekörnern auf dem Feld das Brötchen frisch aus dem Ofen wird“, sagt Beck. Allerdings kommen die Getreidekörner nicht direkt ins Mahlwerk der Mühle.

Die Ketzürer Mühle ist ein beliebtes Ausflugsziel. Quelle: JACQUELINE STEINER

„Bei der großen Restauration 2005 wurde die Mühle zwar für den Museumszweck wieder hergerichtet, aber nicht betriebsbereit gemacht“, bedauert Beck. Um das zu erreichen müssten noch einmal 100 000 Euro investiert werden. Der Verein sammelt zwar fleißig Spenden ein, aber diese Summe kommt bei weitem nicht zusammen. „Zumal immer wieder kleinere Sachen repariert werden müssen“, sagt Beck. Vor einigen Monaten waren die sogenannte Jalousien, kleine, verstellbare Bretter an den Flügeln der Mühle, an der Reihe. Dafür hat der Mühlenverein über 6000 Euro aus dem Sparstrumpf hergegeben.

Von Christine Lummert

Spektakuläre Polizeiaktion in Lehnin (Potsdam-Mittelmark): Dort hat die Polizei einen Autodieb verfolgt. Der raste mit dem gestohlenen Wagen gegen einen Stromkasten und saß daraufhin in der Falle – der Wagen stand komplett unter Strom. Eine schwierige Situation für die Einsatzkräfte.

23.09.2016

Die Weinlese auf dem Marienberg ist abgeschlossen. Nach der Ernte der späten Johannitertrauben steht fest: Etwa 7000 Kilogramm Weintrauben konnten im September von den 3000 Weinstöcken geerntet werden. Läuft alles gut, können daraus fast 5000 Flächen produziert werden.

23.09.2016

Erika und Erich Winkler gehören zu den Gortzern, die erst seit einigen Jahren im Dorf leben. Ganz unbekannt ist dem früher in Henningsdorf wohnenden Ehepaar der Ort aber nicht. Denn das neue Zuhause ist das Anwesen von Erich Winklers Großvater, dem Fleischermeister und Gastwirt Willy Tuch.

23.09.2016
Anzeige