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Brandenburg/Havel Fontane: Plaue hat das einzig wahre Schloss
Lokales Brandenburg/Havel Fontane: Plaue hat das einzig wahre Schloss
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02:15 13.03.2017
Das Plauer Schloss direkt am Ufer des Plauer Sees ist bereits von Fontane für schön befunden worden. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

„Nur Plaue war wohl wirklich ein Schloss,“ bemerkt Theodor Fontane im Vorwort seines Buches „Fünf Schlösser“, welches Ende des 19. Jahrhunderts erschien. Und „unter Plaues ewig blauem Himmel“ stellt es mit seiner einmaligen Lage an der Havel auch heute noch die anderen vier Herrensitze in den Schatten. Was jedoch für alle fünf Schlösser gilt: Sie besitzen eine spannende Geschichte und noch immer eine magische Anziehungskraft. Neben Plaue setzte der berühmteste Wanderer Brandenburgs den einstigen Adelssitzen Hoppenrade, Liebenberg, Quitzöbel und Dreilinden ein literaturhistorische Denkmal.

130 Jahre später haben sich die Autoren Erik Lorenz und Robert Rauh in Archiven und vor Ort auf Spurensuche begeben. Sie erzählen über legendäre und heutige Schlossbesitzer und zeigen auf, was Fontane nicht berichten konnte – oder wollte. „Eine unterhaltsame Zeitreise in die faszinierende Schlösser-Welt Brandenburgs“, nennt es der Historiker Udo Geiseler, dem es gelungen ist, die Autoren zur ersten öffentlichen Buchvorstellung nach Plaue zu locken.

Erik Lorenz ist Master of Science in Business & Management, arbeitet als Konzeptioner und Drehbuchautor in einer Agentur für digitale Medienproduktion in Mönchengladbach. Er ist Autor zahlreicher Reisebücher.

Robert Rauh ist Lehrer und Seminarleiter in Berlin, Träger des Deutschen Lehrerpreises sowie Autor von Geschichtslehrbüchern. Seit 2011 moderiert er im Pankower Schloss Schönhausen, wo er die Dauerausstellung zur DDR-Geschichte konzipierte, eine Veranstaltungsreihe mit Prominenten aus Kultur und Politik, so unter anderem mit Eberhard Diepgen, Walter Momper oder Corinna Harfouch. Der Gymnasiallehrer Geiseler ist Rauh auch aus beruflichen Gründen verbunden: „Habe ihn bei einer Lesung seiner Bücher gehört, beispielsweise ,Schule setzen Sechs’ - das ist kein langweiliges pädagogisches Lehrbuch von einem Theoretiker aus dem universitärem ,Turm’, sondern von einem Praktiker, der Erfahrungen mit pädagogischen Erkenntnissen verbindet. Und er kann Selbstironie“, lobt der Plauer.

Im vorigen Sommer hat Geiseler Rauh im Vorfeld des Buchprojektes kennengelernt, seitdem sind sie Freunde. „Wir lagen sofort auf einer Linie, haben den ganzen Tag geredet, später kamen Gunter Dörhöfer und Lieselotte Martius dazu.“ Rauh habe vor allem interessiert, welche Parallelen es zur Beziehung von Fontane zum Plauer Schloss gibt, wie die Plauer zu dem Gebäude stehen, wie das war, als abgeschlossen hinter den Mauern das Sprachinstitut existierte. Geiseler vermittelte Kontakt zu alten Lehrern und Mitarbeitern wie Jörg Albert und Stefan Raabe, Dörhöfer führte ihn über den Fontanewanderweg, für den der Schlossparkverein den Umweltpreis der Stadt einheimste. Heiner Dröse stellte Fotos aus seiner umfangreichen Sammlung zur Verfügung. „Da sind auch bislang unveröffentlichte Bilder dabei vom Besuch des letzten Kaisers Wilhelm II. Ende des 19. Jahrhunderts.“

Entstanden ist am Ende das Buch „Fontanes fünf Schlösser“, das am 6. März im Be.bra-Verlag erschienen ist. „Es handelt sich nicht um eines dieser unzähligen Schlösserbücher mit einer sterilen Auflistung. Vielmehr ist es ein spannendes Werk, mit der nötigen Wissenschaftlichkeit, aber auch viel Unterhaltung“, wirbt Geiseler, der zusammen mit dem heutigen Schlossherren Andreas Keuchel auch die erste Lesung nebst Autorengespräch moderieren wird. Ausrichter sind Unabhängiger Bürgerverein Plaue UBV und der Historische Verein Brandenburg.

Von André Wirsing

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