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Brandenburg/Havel Forstbehörde ordert Hubschrauber
Lokales Brandenburg/Havel Forstbehörde ordert Hubschrauber
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15:39 21.03.2018
Auf der Suche nach Eigelegen der Forleule im April 2017. Damals war keine Bekämpfung nötig. Quelle: Landesbetrieb Forst
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Mittelmark

Sie heißen Kiefernspinner, Forleule, Nonne und Kiefernbuschhornblattwespe. Welche Nadelfresser werden der Märkischen Heide zwischen Havelland und Fläming in diesem Frühjahr gefährlich? In den Oberförstereien Dippmannsdorf und Lehnin beobachtet man die Massenvermehrungen von Schädlingen bereits seit dem Vorjahr ganz genau.

Waldarbeiter schlugen im Sommer 2017 Alarm in einem Kiefernbestand südwestlich von Niemegk. Tagsüber saßen Unmengen weiblicher Nonnenfalter an den Stämmen. Daraufhin wurden Pheromonfallen aufgestellt. Die Sexuallockstoffe führen zum Anfliegen männlicher Falter. Das Ergebnis war dramatisch. Die Populationsdichte betrug mit 1000 Insekten das Dreifache einer kritischen Menge. Die Winterbodensuche nach Eigelegen bestätigte die Sorge der Forstleute. Mit Folgen für die Waldbesitzer.

Bei Niemegk ist die Population des Nonnenfalters explodiert. Die Art kann ganze Kiefernwälder kahl fressen. Quelle: MAZ

„Weil mit dem Schlüpfen der Raupen ein großflächiger Kahlfraß droht, ist eine Bekämpfung des Nonnenfalters unumgänglich“, kündigte die Leiterin der Oberförsterei Dippmannsdorf, Karin Heintz, an.

Deshalb soll es Ende April/Anfang Mai einen mehrtägigen Einsatz aus der Luft geben. Hubschrauber werden die frisch geschlüpften Raupen mit dem Fraß- und Kontaktinsektizid Karate Forst flüssig besprühen. Die Waldbesitzer werden in diesen Tagen über die Maßnahme informiert. Sie müssen sich je nach Ergebnis der Ausschreibung mit rund 85 Euro je Hektar an den Kosten beteiligen.

Betroffen ist eine Gesamtfläche von rund 750 Hektar in den Revieren Niemegk und Marzahna. Drei Viertel der Fläche befinden sich im Besitz von etwa 150 Kleinwaldbesitzern, der Rest gehört zum Landesforst. Eigentlich treten Massenvermehrungen beim Nonnenfalter in einem Zyklus von zehn Jahren auf. Doch die Abstände sind kürzer geworden. Die letzte Invasion der Art liegt erst sieben Jahre zurück. Die potenzielle Bekämpfungsfläche bei Niemegk ist bislang der einzige Standort im Land Brandenburg, wo ein Vorgehen aus der Luft erforderlich ist.

Die ersten Raupen des Kiefernspinners sind bereits in den ersten warmen Märztagen geschlüpft. Für diese Art ist 2018 aber keine Bekämpfung angezeigt. Quelle: Landesbetrieb Forst

Bei einer anderen Falterart fällt die Entscheidung über eine großflächige Bekämpfung erst im April. Dann werden unter anderem in der Wenzlower Heide bei Ziesars Revierförster Lothar Greinke Probebäume auf der Suche nach den Raupen der Forleule gefällt. Betroffen sind auch Gemarkungen im Revier Werbig. Bleibt das Wetter über Ostern kalt, gibt es optimale Bedingungen für den Schlupf dieser Nadelfresser. Wärme verträgt der Schädling in diesem Stadium dagegen gar nicht gut. So gesehen wäre die Forleule ein Verlierer des Klimawandels.

„Wir sind auf eine Bekämpfung vorbereitet. Doch erst nach Bewertung der konkreten Befallsituation werden wir zum äußersten Mittel greifen“, sagte der Leiter der Lehniner Oberförsterei, Jörg Dechow, der MAZ.

Von Frank Bürstenbinder

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