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Fotofinish beim Brückenschwimmen

170 Teilnehmer in Brandenburg/Havel Fotofinish beim Brückenschwimmen

Zum 25. Mal lud der DLRG Stadtverband Brandenburg am Samstag zum Brückenschwimmen eingeladen. 170 Erwachsene und Kinder nahmen teil. Einige ambitionierte Vereinsschwimmer lieferten sich einen Kampf bis zum letzten Meter.

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Der Spaß stand im Vordergrund beim Brückenschwimmen in der Havel.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Brandenburg/H. Zum bereits 25. Mal hatte der DLRG Stadtverband Brandenburg am Samstag zum Brückenschwimmen eingeladen. Mit 170 Schwimmern wurde der anvisierte Rekord von 200 Teilnehmern zwar erneut verpasst, doch die Zuschauerkulisse und die Stimmung beim Wettschwimmen waren rekordverdächtig. Eine Überraschung gab es dann auch bei den Gesamtsiegern.

Als es kühl wurde vergangene Woche, hielten die mäßigen Temperaturen manch ambitionierten Hobby-Schwimmer womöglich von einer Anmeldung abgehalten. Doch am Wettkampf-Tag herrschten optimale Bedingungen: Kein Wölkchen trübte den havelländischen Himmel, zum Start kurz nach 14 Uhr hatte die Luft ideale 25 Grad. Entsprechend groß war die Zuschauer-Resonanz.

Hunderte Besucher säumten die beiden Seiten des Havel-Ufers sowie die Jahrtausendbrücke und die Luckenberger Brücke, die als Start- und Wendepunkt für das Rennen dienen. Viele Buga-Besucher legten angesichts des Schwimm-Spektakels eine spontane Rast ein und feuerten die Schwimmer an.

Fast 50 Schwimmer der Lebenshilfe

Die Lebenshilfe in Brandenburg stellte beim Brückenschwimmen mit 49 Aktiven zum wiederholten Male die teilnehmerstärkste Fraktion.

Das gemeinschaftliche Auftreten der Lebenshilfe-Schwimmer und ihr Durchhaltewillen beeindruckten die anderen Teilnehmer und die Zuschauer, auch wenn einige der körperlich oder geistig Behinderten vorzeitig aufgeben mussten.

 

Eine Dreier-Gruppe kämpfte sich mit der überglücklichen Claudia Kanzler und ihren Betreuern als Letzte unter großem Applaus nach einer knappen Stunde ins Ziel.

Der technische Leiter der DLRG im Land Brandenburg freute sich, dass nicht nur über Inklusion, die Einbindung behinderter Menschen, geredet, sondern sie beim Brückenschwimmen auch gelebt werde.

Auf der 800 Meter langen Strecke bekamen die Zuschauer dann auch einen eindrucksvollen Wettbewerb mit einem spannenden Finale zu sehen. Denn während für viele Teilnehmer aus dem Breitensport eher das Motto „Ankommen ist alles“ galt, lieferten sich einige ambitionierte Vereins-Schwimmereinen Kampf bis zum letzten Meter.

Am Wendepunkt an der Luckenberger Brücke hatte sich bereits ein Führungsquartett herauskristallisiert, das bis zum Showdown im Ziel zusammenblieb. Am Ende war es tatsächlich kaum mehr als ein Wimpernschlag, der die Führenden voneinander trennte – und für kurzfristige Verwirrung und Aufregung bei den Schiedsrichtern sorgte.

„Wir wussten ja gar nicht so richtig, wo das Ziel ist und haben dann einfach irgendwo angeschlagen“, sagte schmunzelnd der lange Zeit in Führung liegende Wasserballer Max Stresow vom ASC Brandenburg. Am Ende wurde die Sieger-Entscheidung erst nach einem Vergleich der Fotos der Pressevetreter vorgenommen, wozu auch die Bilder des MAZ-Fotografen als Beweis hinzugezogen wurden.

Björn Welke und Annika Neereig waren die schnellsten Breitensportler

Schließlich wurde Dennis Wagner mit 15:10 Minuten offiziell drei Sekunden vor seinem Vereinskameraden Max Stresow gelistet. Komplettiert wurde die Vereins-Wertung bei den Männern von Daniel Thiele, der allerdings mit 16:09 Minuten fast eine Minute Rückstand hatte.

Zwischen den beiden Gesamtschnellsten ging jedoch die erst 13-jährige Anne Julia Hartmann mit 15:11 Minuten als schnellste weibliche Teilnehmerin in die Sieger-Statistik ein. Die Teenagerin vom SV Wasserfreunde Brandenburg, die sich erst am Vorabend des Wettkampfs für die Teilnahme entschieden hatte, setzte sich bei der Wertung der Vereins-Schwimmerinnen vor Marie Alert (16:14 Minuten) und Heike Gose (24:14 Minuten) durch.

Bei der Wertung der Breitensportler hatte bei den Männern Björn Welke (15:18 Minuten) die Nase vorn, vor Max Schönecker (17:54 Minuten) und Michael Steinke (18:01 Minuten). Bei den weiblichen Breitensportlern lag Annika Neereig mit 17:59 Minuten vor Gerrit Riemer (24:06 Minuten) und Sarah-Kay Schotte (24:52 Minuten).

Sechs Familienmitglieder aus drei Generationen

Die Familie der drittplatzierten Sarah-Kay machte erneut deutlich, wie zutreffend die Bezeichnung „Breitensport-Event“ für das Brückenschwimmen ist: Denn mit ihrer 76-jährigen Großmutter Margot Zimmermann, deren 71-jähriger Schwester Christa Poschadel, Sarah-Kay Schotte sowie dem erst 9-jährigen Lennart Schaar samt Mutter Birgit Schotte war der Familien-Verbund mit sechs Personen und drei Generationen vertreten.

„Zu unseren besten Zeiten waren wir mit elf Leuten dabei“, erinnert sich Oma Margot. Die älteste Schwimmerin im Feld war auch vor 25 Jahren beim ersten Brückenschwimmen mit von der Schwimmpartie und war seitdem „fast immer mit dabei“. Trotz ihres Alters sind sie und ihre Schwester Christa noch immer mit ambitionierten Zielen unterwegs. „Wenn ich dann auf den letzten Metern noch ein paar Frauen sehe, versuche ich immer, die noch einzuholen“, sagt Christa.

Die jüngsten Teilnehmer im Feld waren demgegenüber der 6-jährige Emil Heise sowie die 7-jährige Christel Fides, die bereits zum zweiten Mal am Brückenschwimmen teilnahm und der lediglich die kühlen 18 Grad Wassertemperatur zu schaffen machte.

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170 Teilnehmer kamen zum 25. Brückenschwimmen, das von der DLRG organisiert wird. Gewinnen konnte nicht jeder, aber alle hatten Spaß.

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Von Tobias Nandelstädt

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