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Fotografin Heike Schulze stellt im Rathaus aus

Brandenburg an der Havel Fotografin Heike Schulze stellt im Rathaus aus

Authentische Lacher, scheinbar spontane Posen – und fast immer ist Brandenburg an der Havel ein auffällig unauffälliger Nebendarsteller: auf den Fotos einer neuen Ausstellung im Ratskeller des Altstädtischen Rathauses springt dem Besucher so einiges ins Auge. Und dann diese Farben!

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Quelle: Annika Jensen

Brandenburg/H. Authentische Lacher, scheinbar spontane Posen und fast immer ist Brandenburg an der Havel ein auffällig unauffälliger Nebendarsteller: auf den Fotos einer neuen Ausstellung im Ratskeller des Altstädtischen Rathauses springt dem Besucher so einiges ins Auge. Und dann diese Farben!

Am Dienstagabend eröffnete die Fotoausstellung „zeitgleich“ der Fotografin Heike Schulze. Sie hat für die Technische Hochschule Brandenburg (THB) 16 internationale Studierende abgelichtet. Und das mit einer besonderen Idee: Die Fotografierten sollten sich einmal in ihrer normalen Alltagskleidung vor die Kamera stellen und einmal in ihren jeweiligen traditionellen Gewändern.

„Den Titel haben wir gewählt, weil jeder von uns zeitgleich Ausländer und Einheimischer ist“, sagt Heike Schulze. „Es hängt nur davon ab, wo auf der Welt wir uns gerade befinden.“ Die Ausstellung ist Teil des Projektes „Studieren und Wohlfühlen“ vom Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD). Mit diesem möchte der DAAD den ausländischen Studenten das Ankommen in einer neuen Stadt und an der Hochschule erleichtern. „Sie leben hier und sie fühlen sich hier wohl“, so Schulze weiter. „Ich habe auch deshalb den Hintergrund der Stadt ausgewählt, um den Brandenburgern zu zeigen, dass die Studenten hier zu Hause sind.“

In ihrer Alltagskleidung und vor dem Roland oder der Friedenswarte könnten sie auch ohne Probleme als ganz normale Brandenburger durchgehen. Erst das Bild daneben gibt Aufschluss über ihre Herkunft. Das erklärt auch die Titel der Fotografien. So zeigen sie etwa „Vinayak aus Indien“ in seiner traditionellen Kurta, einem langen kragenlosen Hemd, das hauptsächlich von Männern getragen wird – und „Vinayak in Deutschland“ in westlicher Kleidung mit dem Roland im Hintergrund.

„Mir gefällt das Projekt sehr“, sagt die 21-jährige Ainul Khairul aus Malaysia. „Es ist eine gute Chance für die Brandenburger, mehr über mein Land zu erfahren und für mich, mehr über Brandenburg zu erfahren.“ Die junge Frau ist seit einem Jahr in Deutschland, lernt fleißig Deutsch und studiert Ingenieurwissenschaften.

Auch Vinayak Ramanarayanan hatte offenbar Spaß an dem Projekt. Der 27-jährige Inder freut sich besonders, neue Freunde gefunden zu haben. Mit einigen aus der Gruppe war er schon das ein oder andere Mal in der Mensa essen. „Das Shooting war aber komisch“, sagt er und grinst breit. „Die Leute in der Stadt haben geguckt.“ Für ihn, wie für alle, war es das erste Mal, dass sie eine professionelle Fotografin abgelichtet hat – und dann auch noch für eine Ausstellung im Rathaus.

In seiner Ansprache auf der Vernissage spricht Ray Man aus Malaysia für die Gruppe. „Man kann unsere Kultur sehen, indem wir uns in unserer traditionellen Kleidung zeigen“, sagt er. Diese neuen Kenntnisse über häufig unbekannte Kulturen führen für ihn zu einem wichtigen Ziel. „Durch Kenntnisse bekommt man Verständnis und durch Verständnis bekommt man Frieden.“

Die Bilder sind noch bis zum 20. Juli während der Öffnungszeiten im Altstädtischen Rathaus zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Von Annika Jensen

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