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Brandenburg/Havel Fragestunde und Diskussion mit Grünen-Chefin Annalena Baerbock
Lokales Brandenburg/Havel Fragestunde und Diskussion mit Grünen-Chefin Annalena Baerbock
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11:51 16.04.2019
Die Bundesvorsitzende der Grünen Annalena Baerbock stellte sich im Rolandsaal des Brandenburger Rathauses den Fragen von rund 100 Brandenburgern. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Die Verbesserung des Nahverkehrs, Klimaziele für Autos und Forderungen der „Fridays for Future“-Bewegung diskutiert Annalena Baerbock im Rolandsaal des Altstädtischen Rathauses. 110 Gäste erleben die Veranstaltung mit der Bundesvorsitzenden der Grünen, die in einer Stunde Fragen der Zuhörer beantwortet und debattiert.

Die Verbesserung des Nahverkehrs, schadstofffreiere Autos und „Fridays for Future“-Demonstrationen diskutierte die Bundesvorsitzende der Grünen Annalena Baerbock im Rolandsaal des Altstädtischen Rathauses.

Besserer Nahverkehr gefordert

Baerbock fordert eine andere Form der Mobilität. „Das bedeutet nicht, das Autofahren zu verbieten. Nein die Autos müssen emissionsfrei ohne fossile Verbrennungsmotoren werden“, sagt die 38-Jährige. Um den Nahverkehr auszubauen, sei eine gute Straßenbahnverbindung und ein schneller Regionalexpress unabdingbar. Zuhörerin Lisetta Hülsmeyer applaudiert und hofft auf bessere Taktzeiten der Busse und Bahnen in der Havelstadt. „Das steigert die Attraktivität des Nahverkehrs und ich muss keinen Parkplatz in der Innenstadt suchen“, sagt die 25-Jährige der MAZ.

Laut Baerbock muss es für Familien mit mehreren Kindern möglich sein, den Nahverkehr günstig zu nutzen. Sie lobt auf MAZ-Nachfrage den Beschluss der Brandenburger Stadtverordneten zum kostenlosen ÖPNV an verkaufsoffenen Sonntagen. Verkehrsberuhigte Bereiche in der Innenstadt bedeuten für sie Sicherheit und könnten zur Verbesserung der Lebensqualität in den Innenstädten beitragen. „Sie machen Innenstädte gerade lebenswert, weil man draußen im Café sitzen kann und auf der Straße nicht die Autos und Laster vorbeipreschen“ , sagt Baerbock der MAZ.

Ralf Koppe hört der Diskussion im Rolandsaal zu. Er lobt Maßnahmen für die Umwelt, fragt aber auch, ob andere europäische Länder nach der Europa-Wahl Beschlüsse zum Klimaschutz fassen und „nicht nur drüber reden“. Baerbock sieht das anders, aus ihrer Sicht gibt es keine nationale Klimapolitik mehr. „2015 wurde das Pariser Klimaabkommen von 196 Staaten unterzeichnet. Es ist nicht so, dass nur Deutschland Klimaschutz macht“, sagt die Bundesvorsitzende der Grünen. Sie würdigt andere Staaten wie Frankreich, die fortschrittlicher beim Ausstieg von den Verbrennungsmotoren seien und hofft, dass neue CO2-Grenzwerte bei Autos für eine saubere Mobilität sorgen.

Lob für „Friday for Future“-Demos

Die Bundesvorsitzende der Grünen lobt auch die „Fridays for Future“-Bewegung in der Havelstadt. Der Klimawandel sei nichts Abstraktes, sondern durch Trockenmonate und steigende Temperaturen direkt erlebbar, argumentiert Baerbock. Deshalb ist es für die 38-Jährige sinnvoll, dass junge Menschen auf die Straße gehen und sich für den Umweltschutz engagieren.

Die Grünen-Chefin hat vor der Kommunal- und Europawahl noch einen Wunsch an die Brandenburger. „Nehmen Sie sich ein bisschen Zeit anzuschauen, was hier in der Stadt aus ihrer Sicht anders sein müsste“, sagt die Bundestagsabgeordnete. Als die ersten Gäste den Rolandsaal verlassen, läuft der Brandenburger Wolfgang Sauer zu Baerbock. Der 76-Jährige ist ein Fan und schenkt ihr gefaltete Papier-Kraniche. Die Bundesvorsitzende der Grünen hofft, dass Brandenburger auch ihre Stadtpolitik künstlich und mit eigenen Ideen gestalten. „Die Bürger wissen, was sie brauchen“, sagt sie der MAZ und nennt die Ergebnisse der Bürgerbefragung zur Bebauung des Packhofgeländes als Beispiel für gelebte Demokratie.

Von André Großmann

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