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Brandenburg/Havel Franka Schwarz und ihre Märchenwelt
Lokales Brandenburg/Havel Franka Schwarz und ihre Märchenwelt
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02:15 10.05.2017
Franka Schwarz, 1985 in Brandenburg an der Havel geboren, neben ihrer Trechwitzer Maria mit Kind. Quelle: Christine Lummert
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Trechwitz

Franka Schwarz ist am Wochenende zum erstem Mal beim Tag des offenen Ateliers dabei gewesen. Quer durch alle Städte und Landkreise Brandenburgs öffneten Künstler ihre Arbeitsräume und gewährten einen Einblick in ihr Schaffen.

Seit zwei Jahren ist Schwarz im idyllischen Trechwitz zu Hause. „Ein Schwerpunkt lag erst einmal darauf, hier anzukommen und die richtige Umgebung zum Arbeiten zu schaffen“, sagte Schwarz. Die alte Scheune des Gehöfts in der Neusiedlerstraße ist inzwischen entrümpelt und soll sich in ein Atelier verwandeln. Der Name ist schon gefunden: Frohes Schaffen.

Um die eigene Kunst zu zeigen, brauchte Schwarz am Wochenende aber keine herausgeputzten Ausstellungsräume. So weit gefächert ist ihr Schaffensspektrum, das die großformatigen Ölgemälde auf Staffeleien im Hof einen Platz neben dem selbstgemachten, plätschernden Springbrunnen finden. Die eigene Interpretation eines überdimensionierten Gartenzwerges weist den Weg in den Garten und versteckt zugleich die Bewässerungsanlage.

Mitten im Grünen an einem Teich steht die Trechwitzer Maria mit Kind. Im Netz hat Franka Schwarz die Technik entdeckt, bei der aus in Beton getränkten Tüchern lebensgroße Skulpturen entstehen. Auf dem Hof geht der Blick der Besucher zum Boden. Dort ist ein Ölgemälde unter Glas begraben und kann beim Verfall beobachtet werden. So vielseitig die Kunst von Franka Schwarz auch ist, so gradlinig führte ihr Weg dorthin. Sie wurde 1985 in Brandenburg an der Havel geboren. „Der Umzug aus Berlin nach Trechwitz hat deshalb auch ganz gut gepasst, denn meine Familie lebt noch dort.“ Nach dem Abitur war der Richtung klar. An ein Studium der Malerei und Freien Kunst an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee schloss sich eine Meisterklasse bei Werner Liebmann an. „Danach folgten fünf Jahre Berliner Prekariatskünstlerleben im Wedding“, erzählt Schwarz lakonisch. In der Bundeshauptstadt werden nicht nur die Mieten für die Wohnungen teurer, sondern auch für Atelierräume. Wer mehr Freiraum und Fläche will, orientiert sich ins Umland. Die in Berlin geknüpften Beziehungen bleiben natürlich.

„Zum Tag des offenen Ateliers stellt Sandra Strack einige ihrer Werke als Gastkünstlerin bei mir aus“, erklärte Schwarz. Stracks amorphe Gebilde aus Keramik, die in ihrer Struktur an Skelette oder abgestorbene Korallen erinnern, kontrastieren die Leuchtobjekte, die Franka Schwarz im Kellerraum der Scheune platziert hat.

Dort unten summt und brummt es. Die Objekte leuchten nicht nur, sie bewegen sich auch. Über Vergrößerungsgläser kann sich der Betrachter ganz eigenen Perspektiven in die roten, grünen, blauen Miniaturwelten schaffen. Und wem es dort unten im Hades zu beklemmend wurde, der stieg wieder hinauf und entdeckte, dass in einem Künstlerhaushalt selbst die Blumentöpfe und Tische zu gestalteten Kunstobjekten werden.

So ist ein Besuch bei Franka Schwarz auch wie ein Eintauchen in eine mystische Märchenwelt.

Von Christine Lummert

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