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Frau zahlt mit falschen Zehnern – Bewährung

Brandenburg an der Havel Frau zahlt mit falschen Zehnern – Bewährung

Viel dilettantischer geht es nicht. Am 23. Oktober 2016 versuchte eine 28 Jahre alte Brandenburgerin mit einem Stück Papier ihr Getränk im Jugendclub HdO zu bezahlen. Das Stück Papier war die Farbkopie eines 10-Euro-Scheines und daher Falschgeld. Das Schöffengericht Brandenburg verurteilte die vorbestrafte Frau zu einem Jahr und vier Monaten Haft auf Bewährung.

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Nur echt aus der Bundesdruckerei: 10-Euro-Scheine. Eine Brandenburgerin versuchte erfolglos mit Falschgeld zu bezahlen.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Brandenburg/H. Viel dilettantischer geht es nicht. Am 23. Oktober 2016 versuchte eine 28 Jahre alte Brandenburgerin mit einem Stück Papier ihr Getränk im Jugendclub HdO zu bezahlen. Das Stück Papier war die Farbkopie eines 10-Euro-Scheines und daher Falschgeld. Das Schöffengericht Brandenburg/Havel verurteilte die vorbestrafte Frau zu einem Jahr und vier Monaten Haft auf Bewährung.

Sehr gut scheint Olivia R. ihr Leben nicht im Griff zu haben. Zum ersten Termin war sie nicht vor Gericht erschienen. In dieser Woche kam die Frau, die von Hartz IV lebt, daher in Begleitung der Polizei in den Gerichtssaal. Auf ihrem Platz auf der Anklagebank wirkt sie zappelig und dabei wortkarg.

Staatsanwalt Peter Mitschke wirft der Brandenburgerin vor, sich am 23. Oktober des vergangenen Jahres Falschgeld beschafft zu haben, um es in Umlauf zu bringen. Außerdem habe sie einige Wochen später ein Handy aus dem Media-Markt stehlen wollen.

Im Wesentlichen räumt Olivia R. die Vorwürfe ein, auch die Falschgeldsache, die ein Verbrechen darstellt und mit bis zu 15 Jahren Haft bedroht ist.

Olivia R. hatte an jenem Abend vier falsche Zehner von einem langjährigen Freund erhalten, „einfach so“, wie sie dem Gericht versicherte. Mit dem Falschgeld wollte sie im „Haus der Offiziere“ (HdO) in der Magdeburger Straße feiern.

Die junge Frau versuchte andere Gäste zu gewinnen, die ihr mit einem der 10-Euro-Tintenstrahlbubblejetkopien Getränke von der Bar holen. Der Schwindel fiel sofort auf, als Besitzerin des Falschgeldes wurde Olivia R. identifiziert, die wegen eines früheren körperlichen Übergriffs im HdO bereits Hausverbot hatte.

Eine Angestellte rief die Polizei, die Beamten nahmen Olivia R. samt ihren falschen Geldscheinen fest. Die Staatsanwaltschaft Potsdam erhob Anklage, sie wird auch den Urheber der Scheine zur Rechenschaft ziehen.

Olivia R. hat keine Ausbildung und keine Arbeit. Ihr Kind, das sie im Alter von 18 Jahren bekommen hatte, lebt wegen ihrer Überforderung seit sechs Jahren in einer Pflegefamilie. Eine Lebensperspektive hatte sie dem Schöffengericht nicht anzubieten. Sie wolle sich in den nächsten Wochen um eine Ausbildung zur Verkäuferin bemühen, lautet ihr vages Versprechen.

Fünfmal ist Olivia R. in den vergangenen Jahren bestraft worden, wegen Diebstahls, Sachbeschädigung und Körperverletzung. Diesmal wurde sie wegen des Falschgeldverbrechens und des Handydiebstahls zu 16 Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Außerdem muss sie binnen eines halben Jahres 150 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Sonst kommt sie hinter Gitter.

Von Jürgen Lauterbach

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