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Frauen verdienen im Mittel 31 Euro mehr

Brandenburg an der Havel Frauen verdienen im Mittel 31 Euro mehr

Wer im vergangenen Jahr in Brandenburg/Havel sozialversicherungspflichtig in Vollzeit beschäftigt war, hat ein mittleres Bruttoarbeitsentgelt von 2642 Euro im Monat erzielt, knapp 230 Euro mehr als andernorts im Land. Frauen erhielten dabei etwas mehr als Männer, wie aus dem Deutschland-Vergleich hervorgeht.

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In Produktionsbetrieben wie dem Getriebewerk gibt es höhere Löhne als in den meisten anderen Branchen.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. Wer im vergangenen Jahr in Brandenburg/Havel sozialversicherungspflichtig in Vollzeit beschäftigt war, hat ein mittleres Bruttoarbeitsentgelt von 2642 Euro im Monat erzielt, knapp 230 Euro mehr als andernorts im Land Brandenburg. Frauen erhielten dabei etwas höhere Löhne und Gehälter als Männer, wie aus dem Deutschland-Vergleich des „Bremer Instituts für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) hervorgeht. Das Institut bezieht sich auf die Entgeltstatistik der Bundesagentur für Arbeit von Juli 2017.

Der Maßstab „mittleres Bruttoarbeitsentgelt“ bedeutet, dass die Hälfte der Vollzeitbeschäftigten brutto mehr als den genannten Betrag erhält, die andere Hälfte weniger. Mit 2642 Euro im Monat liegt der Arbeitsort Brandenburg/Havel deutschlandweit auf dem 328. Rang unter den 401 Landkreisen und kreisfreien Städten.

Für den Arbeitsort Land Brandenburg gibt das Bremer Institut ein mittleres Bruttoentgelt von monatliche 2416 Euro für Vollzeitbeschäftigte an. Damit liegt Brandenburg auf Platz 12 aller Bundesländer, führt aber die Liste der östlichen Bundesländer an.

Auffällig ist, dass für das Land Brandenburg wie für viele ostdeutsche Regionen ermittelt wurde, dass Frauen dort höhere mittlere Entgelte erzielen als Männer. Der Unterschied liegt im Arbeitsort Land Brandenburg bei fast 130 Euro im Monat, in der Stadt Brandenburg haben die Frauen mit 31 Euro mehr pro Monat die Nase vorn.

Das Bremer Institut unterscheidet jeweils den Arbeits- und den Wohnort. Bürger der Stadt Brandenburg erhielten im vergangenen Jahr unabhängig davon, ob sie in ihrer Heimatstadt oder auswärts arbeiteten, ein mittleres Bruttoentgelt von 2543 Euro. Zur Erinnerung: Menschen die in der Stadt arbeiten, aber nicht zwangsläufig dort leben, erhielten fast 100 Euro mehr im Monat.

Auch die Statistiker der Brandenburger Stadtverwaltung haben sich in ihrem jüngsten Jahresbericht 2016 mit den Bruttolöhnen und -gehältern am Arbeitsort Brandenburg/Havel beschäftigt. Sie ermittelte allerdings nicht die mittleren, sondern die durchschnittlichen Entgelte. Die aktuellsten Erhebungen wurden in den Jahren 2014 und 2015 gemacht.

Auch diese Berechnungen zeigen, dass das Lohn- und Gehaltsniveau in der Stadt höher liegt als im Land Brandenburg. Ein durchschnittlicher Arbeitnehmer in Brandenburg/Havel erzielte demnach im Jahr 2014 einen Bruttolohn von 27 444 Euro im Jahr.

Das waren rund 1300 Euro mehr als im Land und mehrere hundert Euro mehr als sein Kollege, der in Cottbus oder Frankfurt/Oder beschäftigt war. Nur in Potsdam wird mehr gezahlt, dort lag der durchschnittliche Bruttolohn seinerzeit bei jährlich gut 29 300 Euro.

An der Spitze liegen in Brandenburg und andernorts die Arbeitnehmer, die in der Produktion beschäftigt sind. Die städtischen Statistiker ermittelten für sie im Jahr 2014 ein durchschnittliches Bruttojahreseinkommen von fast 35 000 Euro.

Das waren den Statistikern zufolge etwa 4500 Euro mehr als im Land Brandenburg und sogar gut 2500 Euro mehr als in Potsdamer Produktionsbetrieben.

Von Jürgen Lauterbach

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